Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Kiew und DniproDie ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht einmal mehr von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden. Dabei seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schreibt Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 18 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko war das getötete Kind zwölf Jahre alt, eine getötete Frau 35 Jahre.
Die Zeitung The Kyiv Independent berichtet von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven getroffen hätten. Schäden an Geschäfts- und Wohnhäusern wurden aus mehreren Stadtteilen gemeldet, wie Tkatschenko schrieb. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt. Das Ausmaß der Schäden und die Opferzahl blieben unklar, da die Angriffe auch am frühen Morgen andauerten.
Auch in anderen Teilen des Landes setzt das russische Militär seine massiven Luftangriffe auf die ukrainische Bevölkerung fort. In Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, kamen bei einem Raketenangriff mindestens zwei Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Fünf der Verletzten seien in Lebensgefahr.
Binnen 13 Stunden feuerten russische Streitkräfte nach ukrainischen Angaben 361 Drohnen und 21 Raketen auf die Ukraine ab, 349 Drohnen und 20 Raketen wurden abgeschossen oder abgefangen. Präsident Selenskij verwies auf massive Angriffe auf Dnipro, Charkiw und weitere Städte und forderte auf X täglich Raketen zur Luftverteidigung: „Jeden Tag, an dem die Russen ihre Angriffe auf unsere Städte fortsetzen.“