Israel weitet Sicherheitszone im Libanon aus
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lässt im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz eine Sicherheitszone im nördlichen Nachbarland ausweiten. Er habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Sicherheitszone im Süden des Libanons weiter auszudehnen, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Parallel dazu führe man Verhandlungen mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medien am Mittwochabend über eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb „Axios“-Reporter Barak Ravid auf X.
Analysten: Iran kann Öl-Blockade zwei Monate aushalten
Der Iran kann nach Einschätzung von Analysten einen vollständigen Stopp seiner Ölexporte für bis zu zwei Monate verkraften, bevor das Land gezwungen wäre, die Produktion zu drosseln. Hintergrund ist, dass die USA nach eigenen Angaben seit dem 13. April den Schiffsverkehr von und zu den iranischen Häfen blockieren.
Die Blockade könnte verhindern, dass rund zwei Millionen Barrel Rohöl pro Tag aus dem Iran seinen wichtigsten Abnehmer China erreichen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Ein möglicher Produktionsstopp im Iran würde zu den bereits durch den regionalen Krieg unterbrochenen Liefermengen von mehr als 12 Millionen Barrel pro Tag hinzukommen. Das würde die Märkte weiter verknappen und die Ölpreise zusätzlich in die Höhe treiben.
China fordert Öffnung der Straße von Hormus
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat den Iran aufgefordert, die normale Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Wang habe am Mittwoch mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi telefoniert, teilte das chinesische Außenministerium mit. Zwar müssten die Souveränität und die Sicherheit des Iran in der Meerenge respektiert werden, sagte Wang demnach.
Jedoch müsse auch die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt auf dem Wasserweg gewährleistet sein. Zurzeit öffne sich ein kritisches Fenster für den Frieden. China unterstütze die Einhaltung des Waffenstillstands und die Fortführung der Verhandlungen. Dies sei im Interesse des Iran, der Region und der Welt. China sei bereit, sich weiter für eine Entspannung der Situation und eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den Ländern der Region einzusetzen.
USA: China wird Ölkauf aus dem Iran einstellen
Die USA zeigen sich zuversichtlich, dass China seine Käufe iranischen Öls nach der US-Blockade des Schiffsverkehrs von und zu iranischen Häfen einstellen wird. „Wir haben allen Ländern gesagt, dass wir nun bereit sind, sekundäre Sanktionen zu verhängen, wenn sie iranisches Öl kaufen oder wenn iranisches Geld auf ihren Banken liegt“, sagt US-Finanzminister Scott Bessent vor Reportern im Weißen Haus. „Wir gehen davon aus, dass es durch diese Blockade (…) eine Pause bei den chinesischen Käufen geben wird.“
Das US-Finanzministerium habe zwei chinesische Banken direkt angeschrieben.
Iran droht mit Angriffen auf US-Schiffe
Der Militärberater des obersten Führers des Iran Modschtaba Chamenei, Mohsen Resai, hat mit Angriffen auf US-Schiffe in der Straße von Hormus gedroht. US-Präsident Donald Trump wolle sein Land zur „Polizei der Straße von Hormus“ machen, sagte Resai am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen. „Ist das die Aufgabe einer mächtigen Armee wie der der USA?“