- Am Donnerstag (16. April) streikt das Kabinenpersonal bei Lufthansa.
- 16 Flüge fallen am Donnerstag am Düsseldorfer Flughafen aus.
- Welche Verbindungen annulliert wurden, lesen Sie in unserer Übersicht.
- Am Donnerstag und Freitag streiken zudem erneut die Piloten von Eurowings.
Die Streikwelle bei der Lufthansa reißt nicht ab: Nachdem die Piloten der deutschen Lufthansa-Gruppe über mehrere Tage ihre Arbeit niedergelegt haben, streikt am Donnerstag (16. April) auch das Kabinenpersonal. Die Gewerkschaft „Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO)“ hat dazu aufgerufen. Von Ausfällen betroffen sind auch die Cityline-Flüge am Flughafen Düsseldorf.
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Die Folgen für den Düsseldorfer Flughafen fallen vergleichsweise gering aus: Von der NRW-Landeshauptstadt fliegt Lufthansa nur zu ihren Drehkreuzen in Frankfurt und München. 16 Abflüge wurden annulliert.
Bei der Airline Eurowings fallen sieben der 20 ankommenden Flüge in Düsseldorf aus und auch sechs der insgesamt 21 Abflüge wurden annulliert.
Ein ähnliches Bild zeigte sich am Donnerstagmorgen auch auf dem Internetportal des Flughafens Köln/Bonn. Von den vier ankommenden Lufthansa-Flügen wurden drei abgesagt und auch drei der vier Flügen nach München fallen aus. Von den 33 ankommenden Flügen von Eurowings fallen heute neun aus. Neun Abflüge der Airline von Köln/Bonn wurden ebenfalls annulliert.
Damit aber nicht genug: Auch für Freitag kündigt die Vereinigung Cockpit (VC) erneute Piloten-Streiks bei der Deutschen Lufthansa AG sowie den Flugbetrieben Lufthansa Cargo AG, Lufthansa Cityline GmbH und Eurowings an.
Der Streik bei der Lufthansa beginnt am Donnerstag um 00.01 Uhr und endet am Freitag um 23.59 Uhr. Bestreikt werden sollen Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Nahen Osten sind Lufthansa-Flüge aus Deutschland nach Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate vom Streik ausgenommen.
Eurowings wird am Donnerstag bestreikt
Auf größere Probleme müssen sich erneut Eurowings-Passagiere einstellen: Bei der Lufthansa-Tochter werden alle Flüge bestreikt, die am Donnerstag zwischen 00.01 und 23.59 Uhr von deutschen Flughäfen starteten. Als am Montag Eurowings bestreikt wurde, sind 46 Flüge am Düsseldorfer Airport ausgefallen. Das Ausmaß dürfte dieses Mal ähnlich sein.
Eurowings selbst teilt mit, dass vom Streik nur Flüge der Eurowings GmbH, nicht die der europäischen Schwester Eurowings Europe betroffen sind. Die Fluggesellschaft geht davon aus, einen Großteil ihres Flugprogramms durchführen zu können – auch durch die Unterstützung von Partner-Airlines. Fluggäste sollen sich fortlaufend über den Status ihres Fluges auf der Webseite www.eurowings.com oder über die Eurowings-Kunden-App informieren.
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Warum wird überhaupt gestreikt? Die Vereinigung Cockpit fordert vor allem ein Angebot für eine bessere betriebliche Altersvorsorge für das Cockpit-Personal. Die Arbeitgeberseite hätte in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung gezeigt, sagt VC-Präsident Andreas Pinheiro. „Die Lage ist unverändert – es gibt keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber. Weder liegt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag oder bei Eurowings zur betrieblichen Altersversorgung.“
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Die VC sei gesprächsbereit und schlage der Arbeitgeberseite ein Schlichtungsverfahren für die Tarifkonflikte vor. „Die Situation ist festgefahren“, so Pinheiro. Ein Schlichtungsverfahren biete die Chance, die bestehenden Tarifkonflikte durch einen unabhängigen Dritten zu lösen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.