1. Startseite
  2. Region
  3. Frankfurt

DruckenTeilen

Uns auf Google folgen

Deutsche Bahn und Stadt dichten die Brücke an der Stresemannallee gegen Vögel ab und gehen davon aus, dass die Tiere anderswo Nistmöglichkeiten finden.

Sogenannte Vergrämungsmaßnahmen plant die Deutsche Bahn für die Zeit bis Ende April an ihrer Brücke über die Stresemannallee. Vergrämt werden sollen dort die Stadttauben, mit denen es nach Angaben der Stadt an dieser Stelle „wiederkehrende Nutzungskonflikte“ gibt.

Taubenleben am Bahnhof Stresemannallee.Taubenleben am Bahnhof Stresemannallee. © Michael FaustAbschreckende Vogelrutschen an Frankfurter Brücke

Die Bahn will einige Bereiche an den Brückenseiten mit Plexiglasscheiben verschließen, damit Tauben dort nicht mehr hingelangen können. Vorgesehen sind außerdem „tierfreundliche Schrägbleche“, auch „Birdslides“ genannt (deutsch etwa: Vogelrutschen), um zu verhindern, dass sich Tauben niederlassen. Die Montage übernimmt das Unternehmen Ströer, Betreiber der dortigen Werbeflächen.

Mit dabei ist auch der Verein Maintauben aus tierschutzfachlicher Sicht, der dort bisher regelmäßig Taubeneier gegen Attrappen austauscht. Das ist eine gängige Variante, um die Population der Vögel zu begrenzen. Dominik Legrum, der Frankfurter Stadttaubenmanager, verspricht: „Durch die Abstimmung aller Beteiligten können wir Nutzungskonflikte reduzieren, ohne den Tieren zu schaden.“

VGF reinigt – Tiere sollen sich umorientieren

Zu den Beteiligten zählt auch die Verkehrsgesellschaft Frankfurt: Sie soll dafür sorgen, dass die Abdeckung der Straßenbahnoberleitung gereinigt wird; bei der vorangegangenen Reinigung Ende Februar seien dort rund 600 Kilogramm Schmutz entfernt worden, berichtet die Stadt.

Auch nach der Vergrämung könnten Tauben versuchen, weiterhin ihre bisherigen Nistplätze anzufliegen, kündigt das Stadttaubenmanagement an: „aufgrund der ausgeprägten Standorttreue“. Die Stadt geht aber davon aus, dass sich die Tiere „nach kurzer Zeit“ neu orientieren und andere Nistmöglichkeiten im Umfeld suchen werden.