Die Niederlage gegen den FC Bayern offenbart einmal mehr das hässliche Gesicht von Real Madrid. Im Stil eines verzogenen Kleinkindes schimpfen und jammern die Königlichen über alles und jeden. Das Narrativ, in München „beraubt“ worden zu sein, untermauert einmal mehr, dass Real wahrlich die unsympathischste Mannschaft im Weltfußball ist. Dabei war es der Rekordmeister, der sich über weite Strecken hätte benachteiligt fühlen müssen.

Es sollte die allerletzte Aktion des Spiels sein, die sämtliche Hoffnungen Real Madrids auf eine Wende im Champions-League-Kracher gegen den FC Bayern zunichtemachte. Während Michael Olise nach einem seiner unnachahmlichen Kunstschüsse in der letzten Minute der Nachspielzeit Richtung Eckfahne abdrehte und ihm auf dem Weg dorthin ein Meer an bayerischer Ekstase über den Einzug ins Halbfinale der Königklasse entgegenschwappte, gab es auf Seiten der Blancos allerdings nur wenig Zeit und Raum für Resignation über die am Ende doch irgendwie bittere 3:4 (3:2)-Pleite in der Münchner Allianz Arena.

Kein Moment des Innehaltens, kein Moment der Trauer oder Niedergeschlagenheit und vor allem: kein Moment des Respekts für die sportliche Leistung des Gegners. Stattdessen hatte ein Großteil des königlichen Starensembles inklusive Trainer Alvaro Arbeloa nach dem Schlusspfiff schnell den Alleinschuldigen für die Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister ausgemacht. Sie hatten jemanden gefunden, der für das aus ihrer Sicht unerklärliche Aus alleine verantwortlich war: Schiedsrichter Slavko Vincic.