Das war bereits im Hinspiel der Fall, das Dynamo nach großem Kampf mit 2:1 für sich entscheiden konnte und dabei Rösler die erste Pflichtspielniederlage als VfL-Trainer zufügte. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass wir uns nicht verstecken müssen“, erinnert sich auch Stamm an die Partie im November, bei der Treffer von Alexander Rossipal und Vincent Vermeij Dresdens damaliger Sieglosserie von neun Spielen in Folge ein Ende setzten.
Vermeij, Keller und Hauptmann wackeln
Vermeij war auch gegen Nürnberg einer der Aktivposten im Angriff und erzwang mit seinem scharfen Pass in den Sechzehner den Führungstreffer. Ob der an Rückenproblemen laborierende Niederländer auch gegen Bochum dabei sein kann, ist ebenso fraglich wie die Einsätze von Mittelfeldspieler Niklas Hauptmann (Schulterprobleme) und Abwehrmann Thomas Keller (muskuläre Probleme). Die möglichen Ausfälle der drei Leistungsträger bereiten Stamm angesichts der „guten Qualität und Struktur“ im ausgewogenen Kader aber weniger Sorgen.
Denn die „Energie“ und die Art und Weise des Konkurrenzkampfes innerhalb der Mannschaft sei „überragend“. Auch deshalb will Stamm – ganz unabhängig von der Personallage – Wechsel innerhalb seiner zuletzt siegreichen Startelf nicht ausschließen: „Ich bin kein Freund von ‚Never change an winning team‘. Jeder Gegner ist komplex, es gibt so viele Aspekte, die da reinspielen.“ In einem Punkt ist sich Stamm aber schon sicher. „Wenn wir uns an unserem Spiel gegen Nürnberg orientieren, habe ich keine Bauchschmerzen, dass wir die nötigen Punkte einfahren.“