
Stand: 16.04.2026 18:03 Uhr
Weil kommenden Montag und Dienstag die Beschäftigten der Üstra ihre Arbeit niederlegen, haben Messe und Stadt Hannover nach Lösungen gesucht – denn zeitgleich beginnt auch die Hannover Messe.
In der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag präsentierten Bürgermeister Belit Onay (Grüne), Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Jochen Köckler, den aktuellen Stand der Planungen. In einem Gespräch hätten Tonne, Onay und Köckler an die Tarifparteien appelliert, die Bedeutung der Messe für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu berücksichtigen.
Gelenkbusse und S-Bahnen
Damit Gäste und Personal trotz der Arbeitsniederlegungen zur Messe kommen, sollen nun zehn Gelenkbussen eingesetzt werden, die als Shuttle zwischen Hauptbahnhof und dem etwa zehn Kilometer entfernten Messegelände pendeln. Außerdem verkehren dreimal pro Stunde S-Bahnen vom Hauptbahnhof und zweimal pro Stunde vom Flughafen zum Messebahnhof Laatzen. Von dort geht es über den Skywalk zur Messe.
Tonne: Keine Einflussnahme
Tonne, Onay und Köckler lobten die Gesprächsbereitschaft der Tarifparteien. Einfluss nehmen zu wollen, wiesen alle drei zurück – in einem demokratischen Rechtsstaat könne und wolle man sich nicht in Tarifverhandlungen einmischen, so Tonne. Stand jetzt halten die Tarifparteien an dem geplanten Streiktermin fest.
Video:
Üstra-Warnstreik: Politik und Hannover Messe suchen nach Lösungen (18 Min)