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Welche Schlüsse zieht Borussia Dortmund aus dieser Trainer-Warnung? Niko Kovac (54) saß am vergangenen Montag-Abend mit BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke (66) in Reiner Calmunds (77) Talk-Format „Ein runder Abend mit Fußball und Freunden.“ Dabei ging es auch um das spielerische Leistungs-Vermögen der Mannschaft. Die Kritik im Umfeld: zu viel Rumpel-Fußball trotz sehr guter Ergebniskonstanz in der Liga. Der Coach bezog dazu nun klar Stellung – durchaus ein verbaler Fingerzeig für die Zukunft des Klubs.

Kovac verrät gefährliche BVB-Wahrheit

„Das, was uns und den Fans vielleicht fehlt, ist vielleicht der Sancho, der Haaland, der Dembélé, der Reus“, analysierte Kovac. Und weiter: „Wir haben nicht mehr diese Spieler, die vielleicht der ein oder andere hier auch gerne sehen wollen würde, die mit den Extra-Skills. Die haben wir im Moment nicht.“

Die Zahlen geben Kovac Recht. In den vergangenen fünf Jahren sank der Marktwert des Kaders deutlich – von 615,2 Millionen Anfang 2021 auf aktuell nur noch 498,4 Millionen Euro. Das Problem: Die Stars, die eigentlich das Potenzial haben, um Unterschiedsspieler und Aushängeschilder zu sein, sind derzeit weit von ihrem Top-Level entfernt. Die wenigen Beispiele sind die wechselwilligen Serhou Guirassy (29) und Karim Adeyemi (24).

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Ist mit dem aktuellen Spieler-Material kein spektakulärerer Fußball möglich? Die Bosse erkennen jedenfalls an, dass Kovac aus der Mannschaft das Maximum herausholt. Mit 64 Punkten nach 29 Spieltagen wäre der BVB ohne die derzeitige Übermacht der Bayern (76 Zähler) wohl mitten im Titelkampf. Kovac selbst sagt: „Als Trainer muss man immer wieder sehen: Was hat man zur Verfügung? Dann kann man nur das spielen, was möglich ist.“ Und: „Dass die Mannschaft gut und erfolgreich spielt, kann uns keiner absprechen. Ich glaube, dass wir schon einen guten Job machen mit den Jungs, die wir haben. Die sind klasse. Ich bin froh, dass ich mit denen arbeiten darf. Aber wir wollen uns nächstes Jahr auch wieder verbessern.“

Klar ist: Der Kader soll großflächig umgerüstet werden. Nach BILD-Informationen nimmt die BVB-Führung die Kovac-Gedanken äußerst ernst. Drei Faktoren dürften bei den Sommer-Zugängen also in besonderer Art und Weise berücksichtigt werden. Erstens: Die Mannschaft soll wieder mit Stars gestärkt werden, die spielerisch den Unterschied ausmachen können. Zweitens: Anführer-Mentalität ist etwas, über das der Kader aktuell nicht auf genügend Positionen verfügt. Drittens: Der Klub benötigt Aushängeschilder, die vermarktbar sind und die Fans ins Stadion locken. Der zuletzt ausgepfiffene Nico Schlotterbeck (26/neuer Vertrag bis 2031 inklusive WM-Klausel) reicht als solches allein nicht aus …