Die Sondierungsgespräche im Münchner Rathaus sind vorerst gescheitert. Aufgrund von Differenzen brach Volt die Verhandlungen ab. Wie geht es für den Grünen Oberbürgermeister Dominik Krause jetzt weiter?

Krause sucht neue Koalitionspartner im Münchner Rathaus

Volt erklärte in einer Mitteilung, es habe Differenzen in der Machtverteilung gegeben, man habe sich bei der Verteilung der städtischen Referate nicht einigen können. Die Partei forderte, das Vorschlagsrecht für mindestens zwei Referate zu erhalten – SPD und Grüne lehnten das allerdings ab. Inhaltliche Unterschiede der Parteien seien überbrückbar gewesen. Krause wollte gemeinsam mit SPD, Volt und der Rosa Liste die bayerische Landeshauptstadt regieren.

Der Volt-Stadtrat Felix Sproll betonte, die Zusammenarbeit der vergangenen sechs Jahre sei gut gewesen: „Es fällt uns sehr schwer, diesen Schritt zu gehen.“ Enttäuscht über den Ausgang der Verhandlungen ist auch Krause. Der 35-jährige Oberbürgermeister erklärte, seine Partei und die SPD hätten viele Zugeständnisse gemacht.

Dominik Krause (Grüne) ist ab 1. Mai offiziell Oberbürgermeister in München

Er sucht nun nach anderen demokratischen Koalitionspartnern im Rathaus. Eine Regierung, die Verantwortung für Stadt und Haushaltskonsolidierung übernimmt, sei das Ziel. Die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrats soll am 11. Mai stattfinden. Bisher ist unklar, ob bis dahin eine Koalition feststeht.

Krause tritt offiziell am 1. Mai das Amt des Oberbürgermeisters an. Aktuell vertritt er Dieter Reiter (SPD) im Rathaus aber schon. Er hatte sich nach der gescheiterten Stichwahl aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgezogen.

  • Laura Mielke

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Sondierungsgespräch

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Dominik Krause

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis