Der Japanische Schnurbaum, der seit rund 150 Jahren das Alsterufer schmückt, gehört zu den Dicksten seiner Art. Nun hat er eine besondere Auszeichnung bekommen, die ihn zu einem lebenden Naturdenkmal macht.
Noch hat er keine Blätter, deshalb sind seine prachtvollen Äste gut zu sehen. Der Baum steht in der Nähe des ehemaligen US-Konsulats und hat am Donnerstag offiziell den Titel Naturerbe-Baum bekommen – als zweiter in Hamburg.
Naturerbe-Baum an der Alster unter besonderem Schutz
Bäume, die die Auszeichnung bekommen, müssen mehr als 400 Jahre alt sein oder einen Umfang von mindestens vier Metern aufweisen. Und da passt der neue Titelträger rein: Der Japanische Schnurbaum ist mit seinen 6,25 Metern der zweitdickste seiner Art auf der Welt. Er ist außerdem stolze 25 Meter hoch.
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In ganz Deutschland gibt es nur um die 100 Naturerbe-Bäume. Der Titel spricht ihnen eine besondere Schutzwürdigkeit zu. Die Deutsche Dendrologische Gesellschaft erstellt ein individuelles Konzept mit besonderen Pflege- und Sicherungsmaßnahmen zur Erhaltung der Bäume. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) erinnerte am Donnerstag daran, wie wichtig die Wertschätzung von Bäumen und ihrer Pflege sei.
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Der Schnurbaum hat seinen Ursprung tatsächlich gar nicht in Japan, sondern in China. Dort ist er tief mit Kultur und Medizin verwurzelt und wird national verehrt.
Der Bergahorn im Hirschpark ist im Jahr 2020 als Nationalerbe ausgezeichnet worden. IMAGO/imagebroker
Der Bergahorn im Hirschpark ist im Jahr 2020 als Nationalerbe ausgezeichnet worden.
Der erste Naturerbe-Baum Hamburgs steht übrigens im Hirschpark in Blankenese. Der Bergahorn ist rund 250 Jahre alt und beeindruckt mit seiner prächtigen Krone. Er trägt den Titel seit Oktober 2020.
