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Ganz Handball-Deutschland schaut am Wochenende nach Köln: In der Domstadt spielen ab Samstag vier Mannschaften um den DHB-Pokal. Vor dem Final4 macht SPORT BILD den großen Form-Check: Wer hat die besten Chancen auf den Titel?

Foto: BILD
SC MAGDEBURG
Der SC Magdeburg geht als Favorit ins Pokal-Wochenende. In der Bundesliga hat man bereits ein dickes Polster auf die Verfolger Flensburg und Berlin. Die nächste Meisterschaft nach 2024 ist nur Formsache. Der letzte Pokalsieg datiert ebenfalls aus 2024. Wiederholt sich das Double-Jahr? Nur Kiel konnte Magdeburg in dieser Saison national schlagen (31:29). Den möglichen Finalgegner Berlin rang der SCM zuletzt 35:33 nieder. Erreichen die Leistungsträger Gísli Kristjánsson (26), Ómar Ingi Magnússon (29) und Magnus Saugstrup (29) in Köln Topform, werden sie nur schwer zu schlagen sein.
BERGISCHER HC
Vor zehn Jahren stand der BHC schon mal im Pokal-Halbfinale und unterlag dem SC Magdeburg. Seither war spätestens im Achtelfinale Endstation. Der Bundesliga-Aufsteiger ist Außenseiter. Vorrang hat der Klassenerhalt (Platz 15). Da überraschte man zuletzt mit einem Sieg in Hamburg. Daheim unterlag man dem Pokal-Halbfinalgegner Magdeburg vor Kurzem auch nur knapp 25:27. Interessant: Der BHC setzt mit Arnor Gunnarsson (38 / für Offensive) und Markus Pütz (40 / für Defensive), die gerade bis Sommer 2028 verlängerten, auf zwei Cheftrainer.
Handball: Magdeburg und Füchse Berlin Favoriten beim Final4
FÜCHSE BERLIN
Bei den Füchsen zeigt die Formkurve nach oben. 2026 hat der Meister in der Bundesliga nur gegen Magdeburg (33:35) verloren. „Wir sind inzwischen gut in unserem Konzept, haben einen guten Prozessfokus“, sagt Trainer Nicolej Krickau (39). Pünktlich zum Saison-Endspurt kommt auch Lasse Andersson (32) besser in Fahrt, schraubt seine Wurfquote wieder in Richtung 60 Prozent. Mathias Gidsel (27) zeigt nach der EM gar keine Abnutzungserscheinungen. Und Spielmacher Nils Lichtlein (23) kommt trotz der Fußprobleme immer näher an sein Top-Niveau heran.
TBV LEMGO LIPPE
Mit einem exklusiven Pokaltrikot sorgt der TBV schon mal für Aufsehen. Vier markante Streifen symbolisieren die vier Pokalsiege von 1995, 1997, 2002 und 2020. In den Streifen verewigt sind die Namen jener Spieler, die diese Erfolge möglich gemacht haben – z. B. Daniel Stephan, Volker Zerbe, Volker Mudrow und Fynn Holpert. In der Bundesliga gab es zuletzt aus den letzten sieben Spielen nur einen Sieg. Aber: Gegen Halbfinalgegner Berlin unterlag man nur mit einem Tor. Trainer Kehrmann kündigt an: „Wir werden sie vor Aufgaben stellen.“