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Klare Kante in Krieg und Krise! Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Europa beim Ringen mit Putin und Trump Mut gemacht. Bei Maybrit Illner (61) sagte er: „Russland hat sich sehr gefreut, dass Trump und europäische Führungskräfte bestimmte Zerwürfnisse haben. Die USA sagen, Europa wäre gerade schwach, und die Russen sehen Europa nicht am Verhandlungstisch, weil es die Ukraine unterstützt.“ Aber: „Europa ist selbstständig, stark und unabhängig. Es wird am Verhandlungstisch sitzen und nicht darum betteln, sondern eingeladen werden!“

„Wir sind keine Idioten!“

Das Interview war bereits nach seinem Besuch bei Bundeskanzler Merz am Dienstag aufgezeichnet worden. Über Trumps Verhandlungen mit der Ukraine durch Unterhändler Steve Witkoff (68) und Schwiegersohn Jared Kushner (45) sagte Selenskyj: „Kushner und Witkoff sind pragmatische Jungs. Das einzige Problem ist, dass sie denken, die Russen gewinnen den Krieg. Sie irren sich jedoch.“

Wolfgang Ischinger (80), Maybrit Illner (61), Marina Weisband (38) und Frank Sauer (45) diskutierten über Europas Rolle im Ukraine-Krieg

Wolfgang Ischinger (80), Maybrit Illner (61), Marina Weisband (38) und Frank Sauer (45) diskutierten über Europas Rolle im Ukraine-Krieg

Foto: ZDF

Denn, so der Ukraine-Präsident über die typischen Kreml-Tricks mit Zusicherungen, die jederzeit zurückgezogen werden können: „Putin hat den Vermittlern gesagt, der Krieg ist beendet, wenn die Ukraine etwas hergibt. Die Amerikaner sagen, sie können nur Garantien geben, wenn der Krieg zu Ende ist und wir (die Ukraine, d. Red.) den Donbass verlassen. Aber wir sind keine Idioten!“

Selenskyjs zuversichtliche Prognose: „Die EU ist wirtschaftlich und sicherheitstechnisch besser als die Nato. Unsere Armee, die 800.000 umfasst, und unsere Technologie werden die EU nur stärken.“

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Publizistin Marina Weisband (38, Grüne), in Kiew geboren, mahnte: „Wir brauchen die Ukraine, und wir müssen uns als EU auch langsam aufstellen über diese Idee der Wirtschaftsunion hinaus. Wir haben ein junges Land, das richtig begeistert ist von dieser europäischen Idee. Die EU braucht diese Begeisterung, um aus unserem bürokratischen Kram herauszukommen.“

Wolfgang Ischinger (80), Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, kritisierte: „Es führt gar kein Weg daran vorbei, die Europäer einzubeziehen. Uns draußen vor der Tür sitzen zu lassen, ist schlicht und ergreifend dämlich. Es ist eigentlich unverschämt. Es ist ein Krieg in Europa. Da könnten wir durchaus auch mal mit dem Fuß aufstampfen!“