Die Stadt Leipzig hebt ihre Umweltzone auf. Die Luftqualität habe sich in den vergangenen Jahren spürbar verbessert, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Umweltzone in ihrer bisherigen Form sei deshalb nicht mehr notwendig.

Grenzwerte werden seit Jahren eingehalten

Nach Angaben des Amtes für Umweltschutz werden seit dem Jahr 2019 an allen offiziellen Leipziger Messstationen die gesetzlichen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid eingehalten. Auch aktuelle Prognosen zeigen, dass diese Werte dauerhaft und auch ohne Umweltzone deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben bleiben.

Umweltzone als gemeinsamer Erfolg

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) würdigt die Entwicklung als Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen zu denen auch die Bürgerinnen und Bürger beigetragen hätten.

Die positiven Entwicklungen der Luftqualität in Leipzig sind ein Erfolg gemeinsamer Anstrengungen von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern.

Heiko Rosenthal (Die Linke)
Umweltbürgermeister Stadt Leipzig

Zugleich kündigt er einen Kurswechsel an. Statt einer großen Umweltzone solle es künftig zielgerichtete Maßnahmen an besonders belasteten Orten geben. So könne die Stadt besser auf neue Herausforderungen reagieren.

Strengere EU-Grenzwerte ab 2030

Das Thema Luftqualität bleibt für Leipzig dennoch relevant. Ab 2030 gelten in der EU deutlich verschärfte Grenzwerte, die bis Ende 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden müssen. Erste Berechnungen deuten darauf hin, dass diese Vorgaben nicht an allen Straßenabschnitten automatisch eingehalten werden könnten. Die Stadt Leipzig befasst sich deshalb bereits jetzt mit weiteren Maßnahmen.