Acht Folgen

YouTube-Serie zeigt Anne Franks Leben wie nie zuvor

17.04.2026 – 02:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Ausstellung im neu renovierten Anne-Frank-Haus in Amsterdam: Das Museum hat eine achtteilige YouTube-Serie zum Leben des jüdischen Mädchens gestartet.Vergrößern des Bildes

Ausstellung im neu renovierten Anne-Frank-Haus in Amsterdam: Das Museum hat eine achtteilige YouTube-Serie zum Leben des jüdischen Mädchens gestartet. (Quelle: Peter Dejong/dpa)

Eine neue YouTube-Serie startet mit Anne Franks Kindheit in Frankfurt. Wer sie auf dieser Reise begleitet, spielt eine besondere Rolle.

Eine neue YouTube-Serie nimmt Zuschauer mit auf die Lebensstationen von Anne Frank: von ihrer Geburtsstadt Frankfurt am Main über Amsterdam bis hin zum Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo das jüdische Mädchen 1945 im Alter von 15 Jahren an Typhus starb. Das Amsterdamer Anne-Frank-Haus hat die achtteilige Reihe unter dem Titel „Anne Frank was here“ gestartet, wöchentlich erscheinen neue Folgen.

Präsentiert wird die Serie von der Schauspielerin und Aktivistin Leyb Elias – einer entfernten Verwandten Anne Franks. Leybs Großvater war Buddy, Anne Franks Lieblingscousin. Die erste Episode trägt den Titel „Just a Girl from Frankfurt“ und beginnt in Berlin, Leybs Heimatstadt. Von dort reist Leyb weiter nach Frankfurt am Main, wo Anne und ihre Schwester Margot geboren wurden – ebenso wie Buddy und sein älterer Bruder Stephan.

Im weiteren Verlauf der Serie besucht Elias Annes ehemaliges Wohnhaus in Amsterdam, trifft dort den Flüchtlingsautor Mohamedou Ould Slahi, spricht in einer Synagoge mit Jugendlichen über Vorurteile und Antisemitismus und redet mit Überlebenden des Holocaust. Ergänzt werden diese Begegnungen und persönlichen Reflexionen durch historisches Bildmaterial.

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Anne Frank lebte von 1929 bis 1945. Zwei Jahre lang versteckte sie sich mit ihrer Familie und vier weiteren Juden in einem Hinterhaus in Amsterdam vor den deutschen Nationalsozialisten – und schrieb dort ihr weltberühmtes Tagebuch. 1944 wurde das Versteck verraten, die Bewohner wurden in Konzentrationslager deportiert. Nur Annes Vater Otto überlebte und veröffentlichte das Tagebuch seiner Tochter. Das Hinterhaus ist heute ein Museum, das bereits rund 40 Millionen Menschen besucht haben.

Anne und ihre Familie waren 1933 aus Frankfurt nach Amsterdam geflohen. Wegen Hitler und der NSDAP, wie es in der Serienankündigung heißt.