Europaabgeordneter Daniel Freund

Aachener Politiker feiert den Machtwechsel in Ungarn

15.04.2026Lesedauer: 1 Min.

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Budapest (Archivbild): Daniel Freund feiert das Signal, das die Wahl sendet. (Quelle: IMAGO/Attila Husejnow)

Daniel Freund aus Aachen bewertet den Machtwechsel in Ungarn. Nach der Abwahl von Viktor Orbán sieht er ein klares Signal für Europa.

Der Aachener Europaabgeordnete Daniel Freund hat sich nach der Wahl in Ungarn zum Machtwechsel geäußert und das Ergebnis als positives Signal für Europa eingeordnet. Auf seiner Website beschreibt der Grünen-Politiker die Stimmung am Wahlabend in Budapest als ausgelassen.

„Hupende Autos, laute Musik, singende Menschen und Sprechchöre: Wer am Wahlabend durch Budapest lief, bekam das Gefühl, Ungarn hätte gerade die Fußball-WM gewonnen.“ Die Reaktionen zeigten Erleichterung und Euphorie über das Wahlergebnis.

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Freund bewertet den Ausgang der Wahl als Zäsur: „Ungarn hat eine neue Zukunft – ohne Viktor Orbán.“ Nach 16 Jahren hätten die Wählerinnen und Wähler Orbán und sein System abgewählt. Für den Aachener Abgeordneten hat das Ergebnis auch internationale Bedeutung.

„Das Signal von Ungarn an die Welt ist klar: Das Volk kann Autokraten stürzen“, schreibt Freund. Trotz eines aus seiner Sicht unfairen Wahlsystems sei Orbán gescheitert.

Mit Blick auf seine Arbeit im Europäischen Parlament verweist Freund auf politische Konsequenzen: „Im EU Parlament haben wir lange dafür gekämpft, Orban die EU Milliarden einzufrieren. Am Ende mit Erfolg.“ Der Einsatz für europäische Werte habe sich ausgezahlt. Zugleich fordert der Politiker strukturelle Reformen in der EU. „Wir müssen das Prinzip der Einstimmigkeit abschaffen“, so Freund.

Nur so lasse sich verhindern, dass einzelne Staaten die Gemeinschaft blockieren. Für die aktuelle Woche zieht Freund ein klares Fazit: „Diese Woche aber feiern wir Ungarns Rückkehr in den Club der Demokratien.“