Obwohl Hermann Hellbusch 1879 im entfernten Landkreis Oldenburg geboren wurde, lebte er viele Jahre lang in Düsseldorf. Er kam aus einer angesehenen Kaufmannsfamilie und absolvierte eine kaufmännische Lehre. Aber eigentlich verfolgte Hermann Hellbusch schon in jungen Jahren den Plan, Maler zu werden, und so begann er nach seiner Lehrzeit in Bremen eine künstlerische Ausbildung. Sein Weg führte ihn unter anderem zum Studium bei Professor Hans Olde an der Kunstschule Weimar. Und auch auf seinen Studienreisen nach Süddeutschland, Frankfurt, Nürnberg und Konstanz war Hermann Hellbusch immer mit dem Zeichen- und Skizzenblock unterwegs.
Erst 1910 kam der Künstler nach Düsseldorf, gehörte von 1913 bis 1940 dem Malkasten als Zentrum der Düsseldorfer Gesellschaft an und nahm unter anderem auch an der „Großen Kunstausstellung Düsseldorf 1924“ (heute DIE GROSSE) teil. Hermann Hellbusch war ein produktiver Künstler, der hauptsächlich Landschaften malte. Niederrheinische Flusslandschaften gehörten ebenso dazu wie Szenen aus Düsseldorf und Umgebung.
Durch verwandtschaftliche Bindungen seiner Frau lebte das Paar ab 1947 in Bad Homburg. Dort fand anlässlich seines 85. Geburtstages 1964 eine Kollektiv-Ausstellung statt. Das zeitgenössische Publikum schätzte besonders die „Stille“ und „Einfachheit“ in seinen Bildern. Nach seinem Tod 1968 ist die Ausstellung in den besonderen Räumen des Kornhauses Niederkassel der Familie Schmittmann, Niederkasseler Straße 106, die erste umfassende Einzelausstellung in Düsseldorf.
Die aktuelle Werkauswahl aus dem Künstlernachlass ist allein auf Initiative von Gisela Schmittmann zustande gekommen. Sie hatte die Idee, die Werke ihres Onkels anlässlich seines Geburtstages am 19. April in einer Einzelausstellung zu präsentieren. Die Kunstwerke von Hermann Hellbusch sind bis Mai nach Vereinbarung zugänglich. An den Wochenenden 18./19. April sowie 25./26. April ist sie für das Publikum jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Einige ausgewählte Arbeiten können erworben werden.