
AUDIO: Tschentscher und Günther in Lettland (1 Min)
Stand: 17.04.2026 06:20 Uhr
Der Pilotenstreik bei der Lufthansa hat auch Auswirkungen auf die Baltikum-Reise von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (SPD). Sie verlassen deshalb Riga früher als geplant. Die norddeutschen Bundesländer wollen mit Lettland in Zukunft militärisch enger zusammenarbeiten.
In der Technischen Universität Riga haben sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther und Hamburgs Bürgermeister Tschentscher am Donnerstag angesehen, wie Lettland in die Forschung und den Bau von Drohnen investiert. Laut Günther sollen Polen, das Baltikum und Norddeutschland bei der Entwicklung von Drohnen enger zusammenarbeiten. „Die Frage der Verteidigungsfähigkeit spielt hier natürlich auch eine Rolle – auch über das bisherige Engagement hinaus.“
Engere Kooperation mit Lettland im Rüstungsbereich?
Wie konkret die engere Zusammenarbeit aussehen könnte, ist noch offen. Verteidigung ist in Deutschland Sache des Bundes. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher sieht die Rolle der Nord-Bundesländer so: „Wir haben ein großes Interesse daran, die wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen, aber eben auch vor allem in der Verteidigungsindustrie, in den militärischen Fragen, mitzuwirken.“ Zum Beispiel könnten Rüstungsunternehmen aus Hamburg und Schleswig-Holstein mit lettischen Firmen stärker zusammenarbeiten.
Tschentscher zieht positive Bilanz der Reise
Riga war die letzte Station der beiden Nord-Regierungschefs bei ihrer ersten gemeinsamen Auslandsreise. Tschentscher und Günther werteten ihre Reise nach Polen und ins Baltikum als Erfolg und wollen das Format künftig fortsetzen. „Es war eine Premiere, aber ich würde sagen, eine erfolgreiche Premiere“, meinte Tschentscher zum Abschluss der fünftägigen Tour. „Wir sind so richtig im Flow gewesen als Team mit unseren Gesprächspartnern.“

Hamburgs Bürgermeister und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident betonten ihre Unterstützung für den Bundeswehr-Einsatz an der NATO-Ostflanke.

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