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Mattighofen – Wichtige Nachricht für Rennradfahrer und Gravelbike-Besitzer: Der bekannte Fahrradhersteller KTM ruft mehrere Rennräder und Gravelbikes zurück. Es geht um die Felgen. Der Rückruf erfolgt aus Sicherheitsgründen.
Der Grund: Auffälligkeiten bei den verbauten Carbonlaufrädern bei den Fahrrädern der Modelle Revelator Alto Master (Rennrad) und Revaletor Elite (Gravelbike). Bei Qualitätskontrollen seien „vereinzelte Auffälligkeiten“ festgestellt worden, heißt es in einer Mitteilung. Die Auffälligkeiten seien weder zu sehen noch beim Fahren zu bemerken.
Endoskopie zeigte Auffälligkeiten bei den Carbonfelgen
Geschäftsführer Stefan Limbrunner auf BILD-Anfrage: „Bei Endoskopie-Untersuchungen sind Unebenheiten in den Carbonfelgen bemerkt worden. Wir wissen noch nicht, wie sich das auswirkt.“

Das Werk des Fahrradherstellers KTM in Mattighofen (Österreich)
Foto: picture alliance/Weingartner-Foto/picturedesk.com
Insgesamt seien in Europa 3000 Fahrräder der betroffenen Modelle verkauft worden, davon allein in Deutschland 1200 Stück. Bei den Untersuchungen habe man bisher an vier Modellen die Auffälligkeiten festgestellt, das sei eine Rate im Promillebereich. „Gott sei Dank gibt es bisher keine bekannten Schadensfälle“, so der KTM-Chef zu BILD. Auch Unfälle im Radsport seien bisher nicht gemeldet worden.
Die KTM Fahrrad GmbH aus Mattighofen (Oberösterreich) gehört zu den größten Fahrradherstellern Europas und hat insgesamt 500 Mitarbeiter. Sie ging aus der ursprünglichen Firma „Kraftfahrzeuge Trunkenpolz Mattighofen“ hervor, 1951 von Hans Trunkenpolz in Mattighofen (Oberösterreich) gegründet, abgekürzt KTM. Die Fahrrad GmbH machte nach dem Konkurs der Firmengruppe als eigenständige Firma weiter und erzielte 2022 einen gemeldeten Umsatz in Höhe von 477 Millionen Euro.
Was KTM-Kunden jetzt tun sollten
Wer ein vom Rückruf betroffenes Fahrrad gekauft hat, soll sich jetzt an seinen Fahrrad-Händler wenden. Die Felgen werden ausgebaut, zur Überprüfung in die KTM-Zentrale nach Österreich gesendet und gegebenenfalls ausgetauscht.
Man wolle „mögliche Unannehmlichkeiten so gering wie möglich“ halten, heißt es. Fahrräder, die bereits mit überprüften Laufrädern ausgestattet sind und neu ausgeliefert werden, sollen jetzt mit dem Hinweis „Quality Approved“ gekennzeichnet werden. Sie sind von dem Rückruf dann nicht betroffen.