Nicht nur die Linkspartei ringt mit Antisemitismus. Nach einem Streit um Chatnachrichten verlassen jüdische Mitglieder die Kleinpartei Volt.

17. April 2026, 10:15 Uhr

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Artikelzusammenfassung

Die Partei Volt steht vor einem internen Konflikt um Antisemitismus, der sich in verschiedenen Ländergruppen manifestiert. Die Auseinandersetzung um die Definition von Antisemitismus spaltet die Mitglieder, während jüdische Parteimitglieder enttäuscht die Partei verlassen. Die Diskrepanz zwischen der IHRA- und JDA-Definition von Antisemitismus führt zu Spannungen innerhalb von Volt. Trotz Erfolgen auf kommunaler und europäischer Ebene kämpft die Partei mit internen Konflikten, die ihr Selbstverständnis infrage stellen. Die Zukunft von Volt hängt davon ab, wie sie mit dem wachsenden Antisemitismus in den eigenen Reihen umgeht.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

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Nela Riehl und Anna Stoltenberg im Europäischen Parlament.

Die Volt-Abgeordnete Nela Riehl (rechts) streitet sich mit ihrer Partei um die Definition von Antisemitismus.
© Martin Bertrand/​Hans Lucas/​AFP/​Getty Images

Nela Riehl steht im Plenarsaal des Europäischen Parlaments am Mikrofon, sie hat knapp eine Minute Redezeit. »Nur ein geeintes Europa kann amerikanisches Mobbing abwehren«, sagt die Abgeordnete und meint die Unberechenbarkeit von US-Präsident Donald Trump. »Die Menschen wünschen sich Vereinigte Staaten von Europa. Und Volt ist hier, um das Wirklichkeit werden zu lassen.« Riehl vertritt eine Partei, die sich seit 2017 als paneuropäische Bewegung versteht, die auf europäische Herausforderungen europäische Antworten geben will. Dem grassierenden Rechtspopulismus will Volt vor allem eines entgegensetzen: Hoffnung. Doch unter den jüdischen Parteimitgliedern dominiert eine andere Emotion. Sie sind enttäuscht – so sehr, dass viele von ihnen aus der Partei austreten.