BMW Open in München

Er musste kurz zittern: Zverev erreicht Halbfinale

17.04.2026 – 17:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Tennis: ATP-Tour - MünchenVergrößern des Bildes

Alexander Zverev: Er gewann gegen Francisco Cerundolo. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

Nach einem kuriosen Satzverlust dreht Tennisprofi Alexander Zverev auf und spielt sich ins Halbfinale. Der Gegner steht fest. Darf sich der Deutsche bald Rekordchampion nennen?

Nur noch zwei Siege trennen Alexander Zverev vom Rekordsieg beim ATP-Turnier von München. Und der beste deutsche Tennisprofi malt sich diesen Moment schon vorsichtig aus. „Ich hoffe, dass ich am Sonntag hier wieder mit dem Pokal stehen kann“, rief der 28-Jährige den Zuschauern auf dem Center Court nach dem Einzug ins Halbfinale zu. Bei frühlingshaft warmen Bedingungen jubelten die Fans dem Topfavoriten begeistert zu.

Der Weltranglistendritte schlug Francisco Cerundolo aus Argentinien mit 5:7, 6:0, 6:2 und wahrte seine Chancen auf die Titelverteidigung bei dem Sandplatzevent. „Ich habe gut gespielt, das muss ich ehrlich sagen“, resümierte er. Er kann mit dem vierten Erfolg in Bayerns Landeshauptstadt alleiniger Rekordchampion der BMW Open werden.

Dank einer Aufholjagd konnte sich Zverev trotz eines kuriosen Einbruchs im ersten Satz gegen den Südamerikaner durchsetzen. „Er hat wahnsinnig retourniert“, lobte Zverev seinen Rivalen im Hinblick auf jene Phase. Im Halbfinale kommt es am Samstag zum Duell mit dem Italiener Flavio Cobolli.

Nach einem hart erkämpften Auftakterfolg und dann einem lockeren Sieg im Achtelfinale hatte Zverev vor rund 6.500 Zuschauern auf dem Center Court gegen Cerundolo zunächst alles im Griff. Mit kraftvollen und mutigen Schlägen begeisterte er das Publikum.

Dank einer 4:1-Führung und zwei Breaks war der Olympiasieger von 2021 bei eigenem Aufschlag dicht dran an der Vorentscheidung. Dann aber verlor er den Faden und gab den ersten Satz gegen die Nummer 19 der Tenniswelt noch ab. Öfter blickte der in München topgesetzte Zverev ratlos zu seiner Box, wo wie immer sein Vater und Coach Alexander senior sowie Bruder Mischa saßen.

Im Nachhinein gab sich der Weltranglistendritte aber gar nicht so unzufrieden mit jener Phase – Cerundolo sei einfach über sich hinausgewachsen. „Er hat jeden Return einen Meter vor die Grundlinie gespielt, sodass er immer derjenige war, der aggressiv sein konnte“, erinnerte sich Zverev. Nervös sei er selbst nicht geworden. „Ich wusste, wenn ich mein Level beibehalte, meine Chancen etwas besser nutze, dann kann ich das Match schon noch umdrehen.“