Stand: 17.04.2026 17:55 Uhr

Der künftige Oberbürgermeister der Stadt Kiel weist die Vorwürfe gegen seine Person zurück.
Am Dienstag (21.4) wird Samet Yilmaz (Bündnis90/Die Grünen) als neuer Oberbürgermeister der Stadt Kiel vereidigt. Wenige Tage vorher erhebt die Online-Ausgabe des „Spiegel“ nun neue Vorwürfe gegen ihn. Demnach soll Yilmaz während seiner Zeit als Beamter beim Verfassungsschutz gegen Datenschutzvorschriften verstoßen haben. Konkret soll Yilmaz laut „Spiegel“ einen Kollegen gebeten haben, einen Unternehmer ohne dienstlichen Anlass im Nachrichtendienstlichen Informationssystem (Nadis) abzufragen. Das sei nicht erlaubt.
Yilmaz und Grüne weisen Vorwürfe zurück
Yilmaz und der Kreisverband der Grünen teilten auf NDR Schleswig-Holstein Anfrage mit, die Vorwürfe beruhen auf teilweise unvollständigen und falsch dargestellten Sachverhalten. Yilmaz könne aus rechtlichen Gründen aber keine Interna seiner früheren Tätigkeiten im Verfassungsschutz nennen.
Aus dem Innenministerium hieß es, dass man sich aus Persönlichkeits- und Fürsorgeschutzgründen grundsätzlich nicht zu solchen Angelegenheiten äußere. Bereits im Oktober hatte der Spiegel Yilmaz Nähe zu einer rechtsextremistischen türkischen Organisation unterstellt.

Laut Spiegel soll Samet Yilmaz ein Fest türkischer Rechtsextremisten unterstützt haben. Der Grünen-Politiker bestreitet das, die SPD-Landtagsfraktion fordert Aufklärung.

Mit 54,1 Prozent hat sich Yilmaz bei der Stichwahl gegen Gerrit Derkowski durchgesetzt. Damit ist er der erste grüne OB der Stadt Kiel.

Am 7. Dezember wird feststehen, wer künftig die Geschicke im Kieler Rathaus lenkt – Gerrit Derkowski oder Samet Yilmaz.
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