Ein Jahr vor der Landtagswahl stellt sich der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Henning Höne am Samstag (ab 10.30) auf einem Landesparteitag in Duisburg zur Wiederwahl. Der 39-jährige Coesfelder tritt zum dritten Mal für den Parteivorsitz im größten FDP-Landesverband an. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht.

Höne will auch Bundesvorsitzender der kriselnden FDP werden. Ein möglichst geschlossenes Votum der rund 400 Delegierten in Duisburg ist für ihn auch eine wichtige Startrampe im Kampf um den Bundesvorsitz. Höne tritt Ende Mai bei einem Bundesparteitag in Berlin gegen den bundesweit bekannten Wolfgang Kubicki an. Höne ist zwar wie der 74-jährige Kubicki stellvertretender Bundeschef der FDP, aber im Gegensatz zu seinem wortgewaltigen, prominenten Rivalen im Land ziemlich unbekannt.

Ein Jahr vor der Landtagswahl hat die FDP auch im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW keinen leichten Stand und muss Umfragen zufolge um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Bei der NRW-Wahl 2022 hatten die Freidemokraten ihr Ergebnis auf 5,9 Prozent halbiert und die damalige Regierungsbeteiligung eingebüßt.

Auch Hönes Start als Landesparteichef war eher holprig. Er war nach der Landtagswahlschlappe 2022 mit nur gut 54 Prozent zum Landesparteichef gewählt worden. 2024 wurde er dann auf einem Parteitag mit fast 79 Prozent im Amt bestätigt. Der studierte Betriebswirt ist seit zwölf Jahren Landtagsabgeordneter und führt seit 2022 die FDP-Fraktion an.