Die ersten Workshops wurden schon 2024 geführt, rund 100 Anwohner und Interessierte hatten damals viele Wünsche eingebracht, wie es mit dem Umfeld des Bilker Bahnhofs weiter gehen soll. Klar ist: Die Stadt will die Gegend schöner und zeitgemäßer gestalten, die Aufenthaltsqualität erhöhen und Besuchern, die über den Regionalbahnhof Bilk die Landeshauptstadt erreichen, einen guten ersten Eindruck vermitteln. Nun gibt es neue Entwicklungen und Pläne, die in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung 3 (Bilk, Oberbilk, Unterbilk, Friedrichstadt, Hamm, Flehe, Volmerswerth, Hafen) am Dienstag, 21. April, ab 17 Uhr im Bürgersaal Bilk vorgestellt werden.

Die Fläche, die neugestaltet werden soll, umfasst neben dem Kaufland-Grundstück auch die Bilker Arcaden und deren Vorplatz selbst, außerdem das Plateau daneben.

Laut Beschlussvorlage der Verwaltung habe sich als Ergebnis der ersten Bürgerbeteiligung gezeigt, dass ein „breiter gesellschaftlicher und fachlicher Konsens für eine wohnungswirtschaftliche Entwicklung“ des Grundstücks bestehe. Heißt: Anwohner und Verwaltung würden sich dort Wohnungen wünschen. Deshalb habe die Politik angeregt, den Kaufland in die Düsseldorfer Arcaden zu verlegen. Den Umzug habe das Unternehmen allerdings abgelehnt, wie die Verwaltung jetzt mitteilt.

Der Eigentümer der Fläche wolle sich trotzdem an die Planung machen und neben dem Einzelhandel eine mögliche neue Wohnbebauung einplanen. Damit wäre der Kaufland am alten Standort gesichert – wenn auch möglicherweise in einer anderen Form. Laut Verwaltung sollen bei den Planungen des Eigentümers unter anderem folgende Zielsetzungen mitgedacht werden: Es soll neuer Wohnraum „für alle Bevölkerungsschichten“ entstehen, der Standort soll „stadtbildprägend“ aufgewertet werden und eine Entsieglung und Begrünung der Fläche stattfinden.

Dazu soll nun anknüpfend an die bisherigen Formate ein weiterer Workshop durchgeführt werden, in dem „erste Planungsleitlinien und städtebauliche Skizzen zur weiteren Nutzung und Entwicklung des Kaufland-Grundstückes der Öffentlichkeit vorgestellt werden“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen dann in die weiteren Planungen einfließen.

Düsseldorf Arcaden und Vorplatz

Teilnehmer des ersten Workshops hatten sich besonders auf dem Vorplatz mehr Grün und Schatten gewünscht, außerdem eine bauliche Öffnung der Arcaden nach außen hin. Etwa zur Begrünung waren Sofortmaßnahmen diskutiert worden, dazu werde eine „nachhaltige Vermietungssituation im Innern angestrebt“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Wie es hier weitergeht, bleibt Stand jetzt sehr vage.

Selbiges gilt für die Entwicklung des Plateaus. Der Grundstückseigentümer plane „über Akteursgespräche die Bereitschaft zur Möglichkeit der Nutzungsergänzug (z.B. Seniorenwohnen)“ zu eruieren. Schon im ersten Workshop hatte dieser über Wohnungen auf dem Plateau nachgedacht. Anwohner und – so ist zu hören – auch die Stadtverwaltung wollen das aber nicht. Auch, weil es einer der wenigen größeren Freiräume ist, die es in dem urbanen Gebiet zwischen Unterbilk, Friedrichstadt und dem nördlichen Bilk noch gibt.