Vom Leerstand zur Erlebniswelt

Kaufhof-Comeback gewinnt an Fahrt

Aktualisiert am 18.04.2026 – 06:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Leerstand entwickelt sich zu einem Problem in der Nürnberger Innenstadt: Der ehemalige Kaufhof (r) – direkt gegenüber der Peter Hahn Filiale – ist seit Sommer 2023 verlassen.Vergrößern des Bildes

Fußgängerzone mit ehemaligen Kaufhof in Nürnberg (Archivbild): Die Stadt hatte das Gebäude 2024 gekauft, nachdem Kaufhof die Filiale im Sommer 2023 geschlossen hatte. (Quelle: Daniel Salg)

Das fränkische Traditionsunternehmen Fackelmann eröffnet im ehemaligen Nürnberger Kaufhof einen Pop-up-Store. Was das Unternehmen dort verkaufen will.

Der frühere Kaufhof in Nürnberg gewinnt einen weiteren Mieter: Seit Donnerstag, 16. April 2026, ist das Sortiment rund um Küche und Haushalt des fränkischen Traditionsunternehmens Fackelmann auf rund 165 Quadratmetern Verkaufsfläche im Erdgeschoss des Gebäudes vertreten.

Das Unternehmen aus Hersbruck setzt auf ein erlebnisorientiertes Einkaufskonzept. Präsentiert werden Produkte der Marken Fackelmann, Zenker und Nirosta – darunter Trendprodukte wie Heißluftfritteusen sowie Produkte rund um Aufbewahren und To Go. Dazu kommen Kooperationen wie „Chefkoch trifft Fackelmann“ und „Fackelmann x Pamela Reif“.

Inhaber Alexander Fackelmann sagt: „Mit dem Pop-up-Store in Nürnberg bringen wir ein Stück der Fackelmann Welt aus Hersbruck direkt in die Innenstadt. Unser Anspruch ist es, unsere Marken und Produkte erlebbar zu machen – inspirierend, nahbar und mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden im Alltag.“

Fackelmann ist nicht der erste Zwischenmieter im Gebäude. Seit September 2025 ist Wöhrl als Ankermieter präsent, dessen Outlet-Vertrag inzwischen bis mindestens Sommer 2027 verlängert wurde. Daneben gab und gibt es Pop-up-Stores von Ikea, dem Bildungsverlag „Was ist was“ und dem Schuhhändler Tretter. Die Technische Universität Nürnberg (UTN) betreibt eine Science Lounge, in den Außenläden sind die Gastronomien
„Beets & Roots“, „Sando“ und „Sloe“ vertreten. Auch die Stadt selbst nutzt eine Fläche im ehemaligen Tabakladen in der Pfannenschmiedsgasse.

Das Gebäude hatte die Stadt 2024 gekauft, nachdem Kaufhof die Filiale im Sommer 2023 geschlossen hatte. Ziel war es, einen dauerhaften Leerstand in zentraler Lage zwischen Hauptbahnhof und Lorenzkirche zu verhindern.

Die Frage nach der langfristigen Nutzung ist weiter offen. Im März 2026 startete die Stadt ein mehrstufiges Konzeptauswahlverfahren – das nicht nur das Kaufhof-Gebäude selbst, sondern auch angrenzende Immobilien wie den City-Point, das Zeughaus und die Mauthalle einbezieht. Ein Ergebnis steht noch aus.