Ein Haus aus Stroh, ganz ohne Beton und Stahl. Das erste Strohballenhaus in Sachsen aus vorgefertigten Teilen entsteht derzeit am Dresdner Elbhang. Es ist das Herzensprojekt von Bauherr Alexander Schrode. „Das Tolle ist, wenn man reinkommt, sieht man überall nur natürliche Baustoffe. Man sieht Stroh rumliegen, man atmet den Lehmgeruch ein, man fühlt das Holz, es ist rundum ein natürliches Raumklima.“
Vorgefertigte Bausegmente
Verbaut werden keine puren Strohballen, sondern vorgefertigte Segmente, die in der Firma von Werner Ehrich in Oschatz entstehen. Das Stroh wird sehr dicht verpresst und liegt dann in stabilen Holzrahmen. An die Innenwände kommt noch Lehmputz und außen Kalk.
Rohbau innerhalb eines Tages
Seit 2008 sucht Werner Ehrich nach der optimalen Variante für ein Strohballenhaus und hat sie in vorgefertigten Strohelementen gefunden. „Die Elemente werden auf die Baustelle geliefert und man kann an einem Tag ein Geschoss für ein Einfamilienhaus problemlos aufstellen, ausrichten und hat im Prinzip an einem Tag den Rohbau fertig“, sagt er.
Das Stroh ist so hochgepresst, da geht keine Maus mehr rein.
Werner Ehrich
Strohelemente GmbH Oschatz
Ein Strohballenhaus sei nicht teurer als konventionelles Bauen. Ungeziefer oder Schimmel – alles kein Problem. Sämtliche Irrtümer über ein Haus aus Stroh kann Erfinder Werner Ehrich entkräften. „Das Stroh ist so hochgepresst, da geht keine Maus mehr rein, das ist viel zu hart“, sagt Ehrich. „Der Dreschgrad ist heutzutage so hoch, da ist so gut wie kein Korn mehr drin. Feuerbeständigkeit ist auch kein Problem, weil es einfach hochgepresst ist und dann noch beschichtet wird.“