Wann zum Arzt?

„Wenn man die kreisförmige Wanderröte sieht und weiß, man ist von einer Zecke gestochen worden, sollte man sich auf jeden Fall untersuchen lassen“, sagt Markus Tölle.

Wer nach einem Zeckenstich hohes Fieber, ungewohnt starke Kopfschmerken, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit Schwindel, Benommenheit, Lähmungen oder Taubheitsgefühle festellt, sollte sofort zum Arzt gehen. Denn diese Symptome können auf FSME hinweisen.

Treten binnen vier Wochen grippeähnliche Symptome, Fieber, Lymphknotenschwellungen oder die sogenannte Wanderröte auf, sollte sicherheitshalber ein Arzt aufgesucht werden. Denn sonst drohen Betroffenen von Borreliose noch nach vielen Jahren Spätfolgen wie Lähmungen, Nervenschmerzen oder Gelenkentzündungen. „Borreliose kann Spätschäden verursachen und zu einer Art chronischen Erkrankung führen“, erklärt Chefarzt Tölle.

Zu Todesfällen kommt es eher selten – laut Statistischem Bundesamt starben 2024 bundesweit neun Menschen an FSME und 15 an Borreliose. Gegen FSME schützt eine Impfung. Gegen Borreliose gibt es keine.