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Ein großes Familien- und Erlebniszentrum war geplant, Tickets wurden bereits angekündigt. Jetzt ist klar: Das Projekt wird nicht umgesetzt.

Köln – Ein beeindruckendes Ausflugsziel für Familien sollte in Köln entstehen – doch jetzt ist klar: Das Großprojekt ist in der geplanten Form gescheitert. Noch Ende 2025 war sogar bereits ein Ticket-Vorverkauf angekündigt worden. Nun räumt der Betreiber ein: Der „Exploradom“ wird so nicht kommen.

Transformation des ehemaligen Mercedes-Centers Köln zum Exploradom.Im hemaligen Mercedes-Center Köln sollte das Exploradom entstehen. Nun wurde das Stopp des Großprojekts bekanntgegeben. © 
IMAGO / Zoonar

Die Edutain AG erklärt in einer Mitteilung vom 16. April: „Die Edutain AG hat sich nach intensiver Prüfung dazu entschieden, das Projekt Exploradom in der ursprünglich geplanten Form nicht weiter umzusetzen“, heißt es darin. Dabei klang das Vorhaben noch vor wenigen Monaten nach einem echten Highlight für Köln.

Großprojekt in Köln gestoppt: Was hinter dem „Exploradom“ steckt

Geplant war ein großes Familien- und Erlebniszentrum im Stadtteil Ehrenfeld. Auf rund 30.000 Quadratmetern sollte in einem ehemaligen Autohaus ein sogenanntes „Family-Edutainment-Center“ entstehen – ein Mix aus Freizeitpark, Lernort und Treffpunkt für Familien.

Die Edutain AG hatte im Dezember 2025 angekündigt, dort ein Erlebnis auf mehreren Ebenen zu schaffen: mit Kletterattraktionen, Rutschen, interaktiven Mitmach-Stationen und Spielbereichen für Kinder. Auch Gastronomie, Co-Working-Flächen für Eltern und Eventbereiche für Unternehmen waren vorgesehen. Sogar ein Vorverkauf für Geschenktickets war bereits gestartet – mit dem Versprechen, nach der geplanten Eröffnung im Frühjahr 2026 zu den ersten Besuchern zu gehören.

„Exploradom“ wird nicht gebaut: Die Gründe für das Aus des Großprojekts

Doch all das wird es am geplanten Standort nun nicht geben. Als Grund nennt das Unternehmen vor allem die hohen Anforderungen an die Nutzung des bestehenden Gebäudes. „Im Laufe des Projekts hat sich gezeigt, dass die Anforderungen an die Nachnutzung der bestehenden Immobilie unter den aktuellen landesbaurechtlichen Rahmenbedingungen sehr hoch sind“, erklärt die Edutain AG. Vor allem das Zusammenspiel aus vorhandener Bausubstanz und heutigen gesetzlichen Vorgaben habe zu deutlich höheren Investitionskosten geführt.

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Diese hätten ein Niveau erreicht, das „für privatwirtschaftlich finanzierte Projekte ohne öffentliche Förderung nicht mehr wirtschaftlich tragfähig darstellbar“ sei. Zudem sei eine zentrale Voraussetzung nicht erfüllt worden: Alle notwendigen Genehmigungen hätten bis Ende März 2026 vorliegen müssen. Das sei nicht gelungen – deshalb habe man sich gemeinsam mit dem Eigentümer entschieden, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.

Projekt nicht komplett vom Tisch

Ganz aufgegeben wurde die Idee aber nicht. Die Edutain AG will am Konzept festhalten – und sucht nach neuen Möglichkeiten.
„Deshalb ist für uns klar: Das Konzept wird weiterleben“, heißt es in der Mitteilung. Man wolle sich intensiv mit alternativen Standorten und Umsetzungsmöglichkeiten beschäftigen, um das Projekt doch noch zu realisieren.

Die große Resonanz zeige, wie hoch das Interesse an einem solchen Ort sei. So seien bereits viele Gutscheine verkauft worden, die inzwischen vollständig erstattet wurden. Hinter dem Projekt steht ein Unternehmen, das bereits seit Jahren Erlebnisformate entwickelt und betreibt. Dazu zählen unter anderem interaktive Ausstellungen und Projekte rund um das frühere Odysseum in Köln.