Noch immer liegt der Zementsack an Ort und Stelle. Wobei das Wort „Sack“ schon lange nicht mehr zutreffend ist. Nach mehr als 17 Jahren, in denen er am Straßenrand liegt, ist aus dem feinen Pulver längst ein solider Klotz geworden. Er ist mit Moos bewachsen. Auf den ersten Blick könnte man den Sack für einen Findling halten oder den Sockel eines Denkmals, das hier vielleicht mal stand. Doch das Einzige, woran er erinnert, ist achtlos abgelegter Müll.

Titel: Rentner Manfred Gresens kämpft gegen die Vermüllung NeuköllnsBU: Manfred Gresens ist 92 Jahre alt. Seit nunmehr 18 Jahren kämpft er gegen Müll in seiner Neuköllner Nachbarschaft. Er dokumentiert Sperrmüll mit seinem Fotoapparat - in seiner Bilddatenbank sind über 80.000 Dateien - , rappt über Hundekot, schrieb zig Briefe an Verantwortliche und hat sogar Ehrenorden anfertigen lassen. Gresens hat Krebs und wird bald sterben. Gegen die hartnäckige Vermüllung hat er in all den Jahren trotz aller Bemühungen wenig ausrichten können.Credit: Sönke MatschurekEntstehungstag: 31.3.2026

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Manfred Gresens steht in der Juliusstraße in Neukölln und seufzt. Er wohnt in der Parallelstraße.

Titel: Manfred Gresens' Kampf gegen MüllBU: Der Rentner Manfred Gresens (92) setzt sich seit 18 Jahren gegen die Vermüllung von Neukölln ein. So lange besucht er auch einen Zementsack, der hinter einem Postverteilkasten in der Bendastraße liegt. Immer neuer Sperrmüll wird dort abgeladen, der Zementklotz überdauert alle Abholungen.
Foto: Sönke Matschurek

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Als er den aufgerissenen 40-Kilo-Sack im November 2009 an einem Laternenpfahl entdeckte, war die Aufschrift noch erkennbar.