Drei Lok-Großchancen und ein neuer Karten-Rekord

Das Spiel begann mit einem Statement. Nach dem Anpfiff ruhte der Ball für 30 Sekunden. Mit der Aktion protestierten beide Vereine gegen das Regionenmodell, das als mögliche Variante einer Aufstiegsreform im Raum steht. Denn mit diesem Modell wäre das Duell Lok gegen HFC künftig nicht mehr möglich.

Nachdem es richtig los ging, hätte Lok durch Ayodele Adetula früh in Führung gehen können. In der 7. Minute kam der Flügelspieler im Strafraum zum Abschluss. HFC-Keeper Sven Müller war aber schnell genug unten. Der Schlussmann der Hallenser zeigte in der 30. Minute eine weitere Glanzparade, als er Lukas Wiltons Kopfball abwehrte.

Bei der dritten Leipziger Großchance wäre Müller aber chancenlos gewesen. In der 34. Minute setzte Farid Abderrahmane einen Freistoß aus 20 Metern Entfernung an die Querlatte. Kurz zuvor sah HFC-Kapitän Niklas Landgraf seine 16. Gelbe Karte in dieser Saison und stellte damit einen neuen Rekord für die Regionalliga Nordost auf.

Lok im Alu-Pech in irrer Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel wurde Halle stärker und kam in der 56. Minute zur ersten Großchance. Max Kulke bediente den zur Pause gekommenen Julien Damelang, der aus kurzer Distanz an Lok-Schlussmann Andreas Naumann scheiterte. Der lenkte eine Viertelstunde später einen Freistoß von Kulke gerade noch am Tor vorbei. Die größte Gelegenheit auf die Führung vergab der HFC in der 85. Minute, als Felix Langhammer mit seinem Schuss nur die Latte traf.

Lok warf in der Schlussphase alles nach vorne und hätte sich beinahe noch belohnt. Nach einem Freistoß in der Nachspielzeit (90.+5) landete der Ball beim eingewechselten Malik McLemore, der nur noch ins leere Tor einschieben musste, aber gegen den Pfosten schoss. Kurz darauf (90.+6) scheiterte Eren Öztürk mit dem letzten Schuss des Spiels am rechten Lattenkreuz.