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München – Sie war die berühmteste Welle Deutschlands und weltweit bekannt. Ein Stück Münchner Lebensgefühl mitten im Englischen Garten. Doch seit im April 2025 eine Surferin dort tödlich verunglückte, ist nichts mehr wie es war. In den letzten Monaten ist die Eisbachwelle sogar ganz verschwunden.
Jetzt wurde plötzlich wieder gesurft an dem berühmten Wellenreiter-Mekka. BILD erklärt, was es damit auf sich hat! Bereits an Ostern waren dort wie durch Zauberhand Surfer im Wasser – trotz Verbotes. Laut BILD-Informationen soll ein Gitter im Eisbach versenkt worden sein. Es brachte das Wasser wieder zum Aufbäumen. Tags darauf war der Einbau wieder verschwunden – und die Welle erneut zusammengebrochen.

Die Surfer dürfen für vier Wochen testweise Rampenkonstruktionen in die Welle hängen
Foto: Theo Klein/BILD
Hunderte Zuschauer am Eisbach
Aber: Seit diesem Wochenende finden nun offiziell Versuche statt, wie BILD erfuhr. Die Surfer hängen tagweise verschiedene Rampenkonstruktionen ins Wasser, rund zwei Dutzend ausgewählte Surfer dürfen dann die Welle testen. Die Ergebnisse werden dann der Stadt übergeben. Hunderte Zuschauer schauten sich das Spektakel nahe dem Haus der Kunst an. Vier Wochen lang soll nun getestet werden.

Verbotsschilder am Eisbach. Seit Anfang des Jahres war das Surfen an der Stelle untersagt, um Unfälle zu vermeiden. Die Weißwasserwalze ist zu gefährlich
Foto: Theo Klein/BILD
Seit den 80ern wird am Eisbach gesurft. Damals flüchteten die Wellenreiter noch vor der Polizei. „Aus der Illegalität entstand ein Sport, der Massen begeistert“, sagt ein Szene-Insider zu BILD. Surfen auf stehenden Wellen ist heute ein Trend, der hier begann. In Deutschland gibt es inzwischen über ein Dutzend Standorte. Am Eisbach geht aber seit Monaten nichts mehr. Über 30 Jahre lang hingen hier Rampen im Wasser, damit sich eine gut surfbare Welle bilden konnte. Das störte nicht, als die Szene klein war. Inzwischen gibt es in München aber ca. 3000 Surfer. Damit stieg das Unfallrisiko.
Surfer reparieren den Eisbach: Comeback für Münchener Kult-Welle?
Quelle: BILD17.04.2026
2025 starb eine Frau, weil sich die Sicherheitsleine ihres Surfbrettes am Boden verhakt hatte. Daraufhin schaufelten im vergangenen Herbst städtische Bagger bei einer Bachbett-Reinigung Kiesablagerungen weg, kratzten Moos von der Rampe. Ergebnis der gut gemeinten städtischen Aktion: Das Wasser fließt zu schnell, die Welle baut sich seither nicht mehr auf.

So sieht die Eisbachwelle aktuell ohne Rampenkonstruktionen aus. Sie richtet sich meist nicht mehr auf, ist eine unberechenbare Wasserwalze
Foto: Theo Klein/BILD
Für die Stadtverwaltung sind die Rampen illegale Einbauten. Gutachten müssen Risiken einordnen, Versicherungen abgeschlossen und die Haftung geklärt werden. Der Ärger über die Bürokratie führt zum Katz-und-Maus-Spiel: Surfer hängen nachts Einbauten ins Wasser, die Welle läuft plötzlich. Kurz darauf kommen städtische Mitarbeiter, um die Rampen zu entfernen. Das soll nun ein Ende haben.