Mit unserer Reihe „Augsburger Anekdoten“ erzählen wir kleine Geschichten mitten aus dem Leben unserer Stadt.
Wanderfalken-TV. Das Fernsehprogramm ist nicht mehr das, was es mal war und irgendwann ist auch der Streamingdienst „durchgeguckt“. Was tun also am Abend, wenn man zum Lesen zu müde und zum Schlafen noch zu wach ist? Wie wäre es mit Wanderfalken-TV? Hoch oben auf dem Turm von St. Ulrich und Afra hat die Pfarreiengemeinschaft seit Kurzem eine Live-Kamera installiert, die direkt in ein Wohnzimmer schaut: das eines Wanderfalken-Pärchens, das dort seit vielen Jahren lebt. Es sind wahrscheinlich die Bewohner mit der schönsten Aussicht auf die Stadt, ganz Augsburg liegt ihnen quasi zu Füßen. Doch schätzungsweise haben Herr und Frau Wanderfalke dafür gerade keinen Sinn: Die Vögel brüten, Anfang, Mitte Mai wird der Nachwuchs schlüpfen. Dank der Kamera kann ganz Augsburg zusehen. Wer braucht da noch einen Fernseher?!
***
Der Weihnachtscircus. Mitunter gehen in Augsburg die Uhren etwas anders. Das ist bekannt. Ostern ist gerade vorüber und so mancher wartet schon sehnsüchtig auf den Sommer. Aber denkt jemand womöglich bereits an Weihnachten? In der Elisenstraße im Antonsviertel stoßen aufmerksame Passanten im April auf bunte Plakate. Sie machen Lust auf den Augsburger Weihnachtscircus. Schon jetzt? Eher nein. Die Plakate sind übriggeblieben von der zurückliegenden Saison. Der Clown auf dem Plakat nimmt es mit einem Lächeln.

Icon vergrößern
Werbung für den Weihnachtscircus unter blühenden Bäumen: Gesehen in der Elisenstraße.
Foto: Michael Hörmann
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Werbung für den Weihnachtscircus unter blühenden Bäumen: Gesehen in der Elisenstraße.
Foto: Michael Hörmann
***
Schiffsausflug. Der große Traum zerplatzte früh. Der Augsburger Architekt Karl Albert Gollwitzer (1839–1917) stellte sich Ende des 19. Jahrhunderts einen Hafen in Augsburg vor, in dem Donauschiffe anlegen sollten. Eine Schifffahrtsstraße sollte Lech und Donau verbinden. Aus seinen Plänen wurde nichts, doch noch heute wird die Zeichnung „Donau-Schiff im Augsburger Stadtgraben“ bei Führungen um den Oblatterwall gezeigt. Der Plan zeigt Schiffe beim Fünffingerlesturm. Auf der Zeichnung ist der Stadtgraben zum Hafen ausgebaut. Vielleicht ist das der Deutschen Bahn bekannt und die Informationen „Warten auf verspätetes Schiff“ eine Reminiszenz an Gollwitzers Vision? Bei der Bahn wäre das Motto aber wohl eher „Kein Schiff wird kommen“…

Icon vergrößern
Anzeige in der Bahn-App für eine verspätete Verbindung in Augsburg.
Foto: AZ
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Anzeige in der Bahn-App für eine verspätete Verbindung in Augsburg.
Foto: AZ
-
Augsburg
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Schiff
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
TV
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis