Spiele in Köln und NRW?

17 Städte entscheiden über Olympia-Bewerbung

19.04.2026 – 08:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Olympia-Bewerbung KölnRheinRuhr - StimmzettelVergrößern des Bildes

In 17 Städten in NRW können Bürgerinnen und Bürger über eine Olympia-Bewerbung abstimmen. (Archivbild) (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa-bilder)

Kommen die Olympischen Spiele nach Köln und NRW? Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte haben abgestimmt – heute Abend gibt es Ergebnisse.

In 17 nordrhein-westfälischen Städten wird per Bürgerentscheide über eine Olympia-Bewerbung der Region „KölnRheinRuhr“ entschieden – die Auszählung beginnt am Abend.

Abgestimmt wird darüber, ob die jeweilige Stadt Teil einer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 werden soll. Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte konnten ihr Votum ausschließlich per Briefwahl abgeben. Abstimmungsbriefe können noch bis meist 16 oder 18 Uhr in den Auszählungsbüros der Kommunen abgegeben werden.

Erste Ergebnisse werden mancherorts gegen 19.00 Uhr erwartet, das Endergebnis am späten Abend. In Köln findet abends eine zentrale Veranstaltung mit Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) statt.

Für ein gültiges Ja reicht eine einfache Mehrheit nicht. In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten zustimmen. In kleineren Kommunen liegt die Quorum-Schwelle bei bis zu 20 Prozent. Fällt das Votum in einer Stadt negativ aus, scheidet sie aus der Bewerbung aus. Für diesen Fall sollen laut dpa Ausweichkonzepte mit alternativen Sportstätten bereitstehen.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von 39 NRW-Tageszeitungen sprachen sich zuletzt 54 Prozent der Befragten in den 17 Städten für eine Bewerbung aus. Abgestimmt wird in Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.

Das NRW-Konzept setzt nach eigenen Angaben auf vorhandene Sportstätten und will Neubauten vermeiden. In Köln als „Leading City“ sind ein temporäres Leichtathletikstadion sowie ein Athletendorf geplant. Ministerpräsident Wüst warb für die nach seinen Worten „spektakulärsten, kompaktesten und nachhaltigsten Spiele“ und versprach einen Zuschauerrekord mit 14 Millionen Tickets – mit Wettkämpfen etwa auf Schalke und in Dortmund.

Selbst ein positives Votum wäre noch keine Entscheidung für Olympische Spiele in NRW. Parallel bewerben sich München, Hamburg und Berlin. München hatte im Herbst des Vorjahres eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei seinem Bürgerentscheid erzielt. Hamburg lässt am 31. Mai abstimmen. Berlin verzichtet auf ein Referendum und lässt das Abgeordnetenhaus entscheiden.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September über den deutschen Bewerber. Bis Anfang Juni können alle Städte ihre Konzepte nachbessern. Das IOC werde nach dpa-Angaben frühestens 2027 über den weltweiten Austragungsort entscheiden.