Neustart zum 1. Mai

Rheinfähre Kaiserswerth: Warum die „Michaela II“ nur reduziert startet

19.04.2026 – 09:00 UhrLesedauer: 1 Min.

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Rheinfähre auf dem Rhein: Neustart zum 1. Mai – vorerst nur mit reduziertem Betrieb. (Quelle: Jochen Tack/imago-images-bilder)

Die Rheinfähre zwischen Kaiserswerth und Langst steht vor dem Neustart. Zum 1. Mai soll sie wieder ablegen – vorerst jedoch mit reduziertem Betrieb.

Seit Dezember 2025 hatte die Fähre wegen des Fehlens von qualifizierten Schiffsführern stillgestanden, doch nun steht die traditionsreiche Fährverbindung zwischen Düsseldorf-Kaiserswerth und Meerbusch-Langst vor einem Neustart: Betreiber Hajo Schäfer plant, den Betrieb laut mehreren Medienberichten am 1. Mai wieder aufzunehmen – allerdings zunächst in reduzierter Form.

Die Fährstelle hat eine lange Geschichte. Bereits im Mittelalter soll es an dieser Stelle eine Verbindung über den Rhein gegeben haben. In den 1950er Jahren wurde erstmals eine reine Motorfähre eingesetzt, die später von der Familie Schäfer übernommen wurde. Seither entwickelte sich die Verbindung kontinuierlich weiter – sowohl für Berufspendler als auch für Ausflügler.

Die heute eingesetzte Fähre „Michaela II“ ist seit 1993 in Betrieb und kann bis zu 27 Autos transportieren. Gerade in früheren Zeiten war diese Kapazität wichtig, um den Berufsverkehr zügig abzuwickeln.

Doch die Bedeutung für Pendler hat in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Mit dem Bau der Flughafenbrücke der Autobahn A44 ging der Berufsverkehr auf der Fähre laut Betreiber um rund 75 Prozent zurück. Heute ist die „Michaela II“ vor allem an Wochenenden bei gutem Wetter ausgelastet.

Eine besondere Rolle spielt die „Michaela II“ jedes Jahr im Sommer: Dann wird sie zur sogenannten Kirmesfähre und pendelt zwischen der Düsseldorfer Altstadt und der Festwiese der „Größten Kirmes am Rhein“.