Für viele Teilnehmende des Schlüsselregion-Wirtschaftsfrühstücks war es ein Sprung in die Vergangenheit: Im Hörsaal und der Lounge wurden rund 90 Unternehmerinnen und Unternehmer noch einmal erinnert an ihre Zeit der Aus- oder Weiterbildung, für die viele auch am Berufskolleg Niederberg (BKN) in Velbert waren.

Aktuell werden hier insgesamt 1800 Schüler in 29 Vollzeit- und dualen Bildungsgängen auf ihren Abschluss und ihren Berufseinstieg vorbereitet. „Wir sind der größte Player für berufliche Bildung in der Region und damit arbeitsmarktpolitisch ein wertvoller Faktor“, berichtete Schulleiter Frank Flanze bei der Veranstaltung.

Wie das Berufskolleg als digitale Schule mittlerweile aufgestellt ist und welche Praxiserfahrungen in der Aus- und Weiterbildung am BKN eine große Rolle spielen, zeigte die Führung durch die Räumlichkeiten: Im Schülerlabor wurden VR-Brillen zur Berufsorientierung genutzt, in der Metallwerkstatt liefen CNC-Maschinen, im Elektrobereich wurden autonome Fahrzeuge mit nur einem Sensor programmiert und Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker bereiteten in der KFZ-Abteilung an echten Autos eine Achsvermessung vor – selbstverständlich auch an einem E-Fahrzeug.

„Wir freuen uns immer, wenn die Bude voll ist und wir zeigen können, was wir hier alles anbieten“, freute sich Flanze über das rege Interesse. Denn die Zusammenarbeit mit den Betrieben der Schlüsselregion und des Kreises Mettmann ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit am BKN. Im Rahmen des Wirtschaftsfrühstücks führte zudem Stephan Joseph in seinem Fachvortrag aus, dass es sich bei der Umstellung auf die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2026 eher um eine Evolution als um eine Revolution handelt und was Unternehmen beachten sollten, wenn sie sich mit der Rezertifizierung beschäftigen – ein Thema, das viele Firmen der Schlüsselregion betrifft.

Hintergrund des Unternehmerfrühstücks, das seit Jahren als Standardtermin gepflegt wird: Die Schlüsselregion ist das industrielle Netzwerk der Region Velbert/ Heiligenhaus. Rund 230 Unternehmen nutzen den Verein als Kommunikationstreffpunkt, als kurzen Draht zu benachbarten Firmen, für Kooperationsprojekte und für das gemeinsame Engagement für den Fachkräftenachwuchs in der Region.