Bei einem groß angelegten Schwerpunkteinsatz haben Polizei und weitere Behörden am Freitagabend in Duisburg zahlreiche Verstöße aufgedeckt. Die Kontrollen richteten sich nach Angaben der Polizei vor allem gegen Strukturen der Clankriminalität und fanden bis in die Nacht statt.
Im Fokus der Ermittler standen unter anderem Gastronomiebetriebe, Kioske und Wettbüros im gesamten Stadtgebiet. Zudem überprüften die Einsatzkräfte Personen und Fahrzeuge im Umfeld der Objekte. Beteiligt waren neben der Polizei unter anderem die Staatsanwaltschaft, der Zoll und die städtischen Behörden.
Insgesamt wurden die Personalien von 139 Personen festgestellt. Die Einsatzkräfte leiteten danach zehn Strafverfahren ein – unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffen-, Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetz. Sichergestellt wurden auch Munition und Kokain.
Darüber hinaus registrierten die Behörden 46 Ordnungswidrigkeiten und verhängten mehr als 100 Verwarnungsgelder, zum Beispiel wegen Verkehrs- oder Gewerbeverstößen. Gegen drei der kontrollierten Personen lagen offene Haftbefehle vor.
Auch gegen mehrere Betriebe wurde vorgegangen. Zwei Cafés in Walsum und Hochfeld mussten schließen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Gaststättenrecht. In weiteren Lokalen stellten die Behörden Spielautomaten sicher oder versiegelten sie wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Vorschriften. Zudem wurde eine größere Bargeldsumme beschlagnahmt. Der Zoll entdeckte darüber hinaus zehntausende Zigaretten ohne Kennzeichnung.
Die Behörden werten den Einsatz als Teil einer langfristigen Strategie. Neben den konkreten Ergebnissen lieferten die Kontrollen auch wichtige Erkenntnisse für weitere Ermittlungen, hieß es. Weitere Maßnahmen dieser Art seien bereits geplant.