Wieder einmal mussten die Blau-Weißen die Heimreise von einer Auswärtspartie antreten, ohne auch nur ein Pünktchen im Gepäck zu haben. Zudem blieb der KSC auswärts zum dritten Mal in Folge torlos. In Elversberg kassierten die Karlsruher eine 0:3-Niederlage. Eine absolut verdiente Klatsche in einem Spiel, in dem die Badener in Halbzeit zwei enttäuschten. Nach ordentlicher Anfangsphase wurde dem KSC der Stecker gezogen.

KSC vergibt in Elversberg erneut klare Möglichkeiten

Man könnte die Partie so zusammenfassen: Die Anfangsphase in Halbzeit eins? Ok. Die Anfangsphase in Halbzeit zwei? Oh je! Der KSC hatte zwar viel Ballbesitz, erzeugte aber ganz wenig Druck und fast keine Torgefahr. Das Offensivspiel war harmlos. Abwehrchef Marcel Franke benannte das große Manko: „Bis zum gegnerischen Sechzehner in Ordnung, da war dann leider Schluss. Uns fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.“

KSC gegen Elversberg am 17. April 2026.

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KSC gegen Elversberg am 17. April 2026.
Foto: Michaela Anderer

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KSC gegen Elversberg am 17. April 2026.
Foto: Michaela Anderer

Dabei begannen die Blau-Weißen gut. Vom Anpfiff an versuchten die Badener, bei Ballbesitz Ruhe ins Spiel zu bringen. Erste Torgefahr in der sechsten Minute, doch Elversbergs Keeper Nicolas Kristof parierte den Schuss von Louey Ben Farhat. Kurz danach sorgte Philipp Förster mit einem Abschluss für Gefahr. Dann trat Torjäger Marvin Wanitzek erstmals gefährlich in Erscheinung. Sebastian Jung hatte von rechts präzise auf den zweiten Pfosten zu Wanitzek gespielt, der nahm die Kugel volley – Kristof reagierte reaktionsschnell. Für KSC-Coach Christian Eichner war das eine Schlüsselszene. Hätte die Wanitzek-Chance einen Treffer gebracht, hätte die Partie in Richtung KSC drehen können. „Wir hätten in Führung gehen können. Das braucht man in Elversberg, aber das haben wir nicht geschafft.“

Elversberg nutzt Karlsruher Schwächen eiskalt aus

Der KSC war in den ersten Minuten taktisch enorm diszipliniert. Doch der Anfangselan verpuffte bald. Da war es vorbei mit den guten Aktionen in der Offensive. Torabschlüsse waren Mangelware. Mit der ersten echten Chance nach der ersten guten Kombination gelang Elversberg in der 27. Minute durch Immanuel Pherai die Führung. Die Karlsruher agierten zu abwartend, waren in den direkten Duellen zu zögerlich. Nach 30 Minuten lag die Zweikampfquote der Blau-Weißen bei rund 40 Prozent. Immer öfter fehlte dem KSC-Spiel nach vorne Tempo und Genauigkeit. Die Partie plätscherte so dahin, ohne dass der KSC Torgefahr entfaltete. Die Gäste gerieten aber selbst selten in große Gefahr. Kurz vor der Halbzeit war es Glück, dass die Saarländer eine der wenigen Großchancen nach einer weiteren Nachlässigkeit in der KSC-Defensive nicht nutzten. In Halbzeit eins trafen zwei KSC-Schüsse das Elversberger Gehäuse. Elversberg war in den ersten 45 Minuten zwei Kilometer mehr gelaufen als die Badener.

Karlsruher verlieren nach der Pause den Faden

Nach dem Seitenwechsel geriet der KSC sofort unter Druck. Glück, dass ein Franke-Fehlpass nicht mit einem Elversberger Treffer bestraft wurde. Die Fehlerquote wuchs rapide an. Entlastung durch Umschaltspiel? Mangelware. Als die Karlsruher erneut zu zögerlich agierten, fiel das verdiente 2:0 für die Saarländer. Pherai traf zum zweiten Mal (55.). „Wir haben das Spiel in den ersten zehn Minuten nach der Pause verloren. Da waren wir vor dem gegnerischen Tor total ungefährlich“, so Eichner.

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Die Karlsruher waren nun unterlegen – fußballerisch und läuferisch. Keine Kreativität, keine Torgefahr. Das Team war von der Rolle. Die Fächerstädter wirkten teilweise überfordert, es war in dieser Phase ein lethargischer Auftritt. In einigen der wichtigen Duelle fehlte das aggressive Zweikampfverhalten. Das dritte Gegentor in Minute 63 war die logische Folge.

Karlsruher geben Spiel nach der Pause aus der Hand

Sebastian Jung war sichtlich enttäuscht, als er erklärte: „Die erste Halbzeit haben wir es ganz gut hinbekommen. Wir hatten die große Chance, durch Wanne in Führung zu gehen. Dann hatte Elversberg einen guten Moment, als sie durch die Mitte kombinierten und in Führung gingen.“ Danach sei man hinterhergerannt. „Aber wir waren vorne nicht zwingend genug.“ Franke schlug in die gleiche Kerbe: „Uns fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Bis zum gegnerischen Sechzehner war’s okay, da war dann leider Schluss.“ Franke schmerzte besonders, „dass wir das Spiel in den 15, 20 Minuten nach der Pause weggegeben haben.“ Man habe es dem Gegner bei den Treffern zu einfach gemacht. Eichner sah das Offensivspiel als Schwachstelle seines Teams. „Bis 15, 20 Meter vor dem Tor war es in Ordnung, dann war es bei uns vorbei.“ Besonders ärgerte den Coach, „dass wir so schwach aus der Pause gekommen sind.“

Die Bilder zum Spiel gibt es hier!

  • Peter Putzing

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  • Karlsruher SC

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  • Elversberg

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