Heepen. „Wir sind Stammfrühstücker beim Heeper Frühling“, sagen Diana Schwenzfeier und ihr Mann Waldemar. Die beiden feiern ihren Jahrestag gemeinsam mit Nachbarn und Freunden beim dritten großen Open-Air-Frühstück zum Auftakt der Open-Air-Saison. Das wechselhafte Aprilwetter stört sie nicht. Pünktlich um 11 Uhr strahlt die Sonne mit ihnen um die Wette. Erst vor einem halben Jahr haben sie geheiratet. „Darauf stoßen wir an!“ Die Stimmung ist nicht nur an diesem Tisch erstklassig.

Der „Heeper Frühling“, zum 16. Mal veranstaltet von der Interessen- und Werbegemeinschaft (IWG), ist ein fester Bestandteil der Open-Air-Saison in Heepen, sagt Jürgen Utecht, als langjähriger Vorsitzender der IWG erfahrener Veranstalter. Zum dritten Mal ist das gemeinsame Frühstückspicknick auf dem Programm und trotzdem gibt es schon Stammgäste. Auch die Damen der hiesigen CDU sind immer mit dabei. Ihr Tisch ist reich gedeckt. Während die anderen sich noch organisieren, lassen sie es sich schon schmecken.

Die Backwaren bietet diesmal die Bäckerei Hosselmann, die übrigen Leckereien sind selbst mitgebracht. Und wo sind die Herren? „Die schlafen noch“, sagt Regina Steinkröger mit einem Augenzwinkern. Eine andere Dame nickt mit dem Kopf zum Nachbartisch.

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Sicherheitsauflagen stellen Bielefelder Stadtteilfeste vor ernste Probleme

Gleich im Anschluss öffneten dann um 13 Uhr die Geschäfte im Ortskern ihre Türen zum beliebten Sonntagsshopping. Der Trumpf dabei sind die inhabergeführten Geschäfte und ihre persönliche Beratung. Und Jürgen Utecht kann sich auf seine Heeper verlassen: „Das sind sehr zuverlässige Menschen, die bleiben auch bei Regen nicht weg.“ Aber auch aus dem Lippischen und aus der Senne kämen stets einige Besucher.

Große NW-Umfrage: Orts-Check zu Heepen: Charmanter Stadtteil mit Schwächen in der Infrastruktur

16. Heeper Frühling 2026

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Holm Sternbacher (SPD), langjähriger Heeper Bezirksbürgermeister, stimmt in das Lob mit ein: „Die Stimmung ist immer bestens hier. Gut, dass es immer noch Leute gibt, die solche Feste veranstalten.“ Utecht gibt ihm recht: Gerade die Sicherheitsempfehlungen für den Heeper Ting (Absicherungen gegen Attentate) seien zuletzt eine große logistische und finanzielle Herausforderung gewesen. Das eine oder andere Stadtteilfest stehe ohne Hilfe von außen jetzt schon vor dem Aus, sagte er. Gemeinsam hatten die Werbegemeinschaften in der Stadt schon im Herbst einen Hilferuf gestartet.

Vorschlag aus Heepen: Ein Technik-Fundus der Stadt für alle Veranstalter

Utecht erhoffe sich, dass die Stadt möglicherweise eine Unterstützung für die Festveranstalter findet. Dabei sei er Pragmatiker: „Wenn es ein Technik- und Equipment-Fundus ist, auf den die Veranstalter aus Brackwede, Schildesche, Jöllenbeck und Heepen gemeinsam zurückgreifen könnten“, schlägt Utecht vor. „Das würde schon sehr helfen.“ Auch wenn er für die Zukunft der Heeper Feste optimistisch sei, wolle er schon in Kürze mit Bielefeld Marketing darüber ins Gespräch kommen. Denn eins sei klar: „Die Stadt braucht ihre Stadtteilfeste. Aber ohne Unterstützung sterben sie früher oder später aus.“

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Update 16 Uhr: Die Modenschau – einer der Höhepunkte des Sonntags – lockte zahlreiche Interessierte zu einem Stell-Dich-ein aus den gut besuchten Geschäften. Die Modeexpertinnen der verschiedenen inhabergeführten Bekleidungsgeschäfte am Ort zeigten ihre Frühjahrs- und Sommerkollektion. Mit bunten Neonfarben und fröhlichen Drucken kam auf dem Laufsteg Urlaubsfeeling auf.


Bei der Modenschau der Heeper Bekleidungsgeschäfte waren bei den Sommerkollektionen Urlaubsfeeling und knackige Farben genauso ein Thema wie lässige Accessoires. - © Mike-Dennis Müller

Bei der Modenschau der Heeper Bekleidungsgeschäfte waren bei den Sommerkollektionen Urlaubsfeeling und knackige Farben genauso ein Thema wie lässige Accessoires.
| © Mike-Dennis Müller

Neonfarben im Streifenlook, leichter Sommerstrick und Sommerkleider sorgten für Applaus. Auf die Mikrofondurchsage „und eine tolle Handtasche dazu“, reagiert ein Zuschauer mit „und eine tolle Frau“. Jubel brandet auf in der Ecke der Angehörigen. Die Models sind alle Kundinnen und Angehörige der Läden und zeigten die neuen Kollektionen mit großem Engagement.

Übers Mikrofon erfuhren die Zuschauer auch viel über die Trends des Jahres: „Der Leopardenlook bleibt weiterhin ein Thema“ und „Maritimes in Streifen passt immer – auch gerne mal mit Rot kombiniert“.