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Hamburg – Das ist mal eine Nachricht, die schmeckt: Weil Schokolade im Supermarkt zuletzt so teuer wurde, dass sie zum Ladenhüter mutierte, wächst der Druck auf die Hersteller. Auch das Ostergeschäft lief so schwach, dass viele Schokohasen schließlich im Ausverkauf landeten. Nun reagieren Marken wie Lindt – und kündigen an, erste Produkte wieder günstiger zu machen.

Seit zwei Jahren drehten Hersteller an der Preisschraube: Missernten in Westafrika, Klimawandel, gestiegene Energiepreise – Gründe, Schokolade immer teurer zu machen, gab es viele. Doch als Schokolade langsam zum Luxusgut wurde, reagierten die Kunden: „Die Verärgerung war deutlich spürbar bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, auch die Kaufzurückhaltung“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg dem Onlineportal vom MDR.

Kakao wurde zuletzt wieder billiger auf dem Weltmarkt

Kakao wurde zuletzt wieder günstiger auf dem Weltmarkt

Foto: kaiskynet – stock.adobe.com

So günstig wird die Schokolade

Schließlich fielen die Kakaopreise auf dem Weltmarkt mittlerweile auf rund 3000 Euro pro Tonne (2024 war es bis zu 11.000 Euro/Tonne), nur im Supermarkt war davon bisher nichts zu merken. Das ändert sich jetzt. Das Schweizer Unternehmen Lindt kündigte an, Preise zu senken: Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für 100-Gramm-Tafeln der Produktlinie „Classics“ (Vollmilch, Haselnuss) wurde von 2,69 auf 2,19 Euro reduziert.

Lindt macht ein

Kunden kauften weniger Premiumschokoladen von Lindt

Foto: AFP

Weitere Anpassungen sollen geprüft werden, berichtete zuerst die „Lebensmittel Zeitung“. Branchenkenner Valet nennt den Schritt ein „überfälliges Signal“. Laut Geschäftsberichten sank die Absatzmenge beim Premiumproduzenten im letzten Jahr um 6,6 Prozent. Auch Keksfabrikant Bahlsen machte erste Sorten mit Schokolade günstiger.

Mehr zum ThemaWeitere Preisrückgänge erwartet

Er glaubt im MDR-Interview, dass weitere Hersteller nachziehen: „In Bezug auf Kakao und Schokolade, da erwarten wir noch Preisrückgänge – übrigens auch im Handel.“ Der Hintergrund: Schokolade gilt als sogenannter „Frequenzbringer“. Heißt: über Sonderangebote in diesem Segment wird Kundschaft überhaupt erst in das Geschäft gelockt und kauft dann noch andere Produkte. Deshalb ist auch der Handel an günstigeren Preisen interessiert und senkte schon für einige Eigenmarken die Preise. Laut Statistischem Bundesamt war eine Tafel Schokolade im März 2026 um 71 Prozent teurer als 2020.