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2:0 gegen den VfL Bochum! Während die Fans von Dynamo Dresden nach dem extrem wichtigen Sieg zufrieden und glücklich das mit 30.600 Zuschauern erneut ausverkaufte Harbig-Stadion verließen, wurde in der Kabine weitergefeiert – mit frechen Tönen.
Die Profis bewiesen dabei echten Humor. Denn neben klassischen Party-Hits hämmerte auch ein Song aus der Soundbox, der normalerweise nicht zur Playlist gehört: „Bochum“ von Herbert Grönemeyer. Das ist nicht nur einer der größten Hits des bekannten Musikers, sondern seit vielen Jahren auch DER VfL-Song schlechthin. Ungefähr so, als ob die Bochumer bei einem Sieg die Dynamo-Hymne „Der 12. Mann“ gespielt hätten.
„Machst mit dem Doppelpass jeden Gegner nass, du und dein VfL“, heißt es gleich in der ersten Strophe. Gegen Dynamo klappte das nicht, da standen die Bochumer bei strahlendem Sonnenschein im übertragenen Sinne selbst im Regen. Dabei spielte der Ruhrpott-Klub über weite Strecken der Partie mehr als nur gut mit, drückte den Dresdnern mit frühem Pressing und ansehnlichem Kombinationsfußball ihr Spiel auf.
Intensiv und effektiv
Doch vorm Tor waren die Bochumer weder zwingend noch effektiv – ganz im Gegensatz zu Dynamo Dresden. Da war gleich die erste Chance drin, Jason Ceka netzte nach Zuspiel von Ben Bobzien zur frühen Führung ein. Danach ließ das Team von Coach Thomas Stamm den Gegner machen, stand dabei in der Abwehr aber sehr sicher. Und was doch durchkam, wurde eine sichere Beute vom bärenstarken Ersatz-Ersatz-Keeper Daniel Mesenhöler. Das resümierte auch VfL-Coach Uwe Rösler nach seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: „Der letzte Punch im Strafraum hat gefehlt.“

Das Ding ist drin! Vincent Vermeij (r.) jubelt über das 2:0, die Bochumer sind am Boden
Foto: Olaf Rentsch
Irgendwann hatten sich die Gäste müde gespielt. Und Vincent Vermeij zog ihnen mit dem 2:0 per Hackentrick endgültig den Stecker. Es war erst die dritte Chance der SGD. Diese Effektivität führte wie schon in der Vorwoche in Nürnberg zum zweiten Dreier in Folge. Ein großer Schritt im Kampf um den Klassenerhalt.
„Emotionen und Euphorie pur. Das hat sich richtig geil angefühlt“, strahlte die Holland-Latte nach dem Abpfiff. „Wir hatten wieder diese Intensität und dazu die Effizienz. Bochum geht viel in die Zweikämpfe, aber dafür haben wir ja auch ein paar Monster im Mittelfeld. Im Endeffekt geht es nur um die drei Punkte. Es passte alles für einen tollen Samstag.“
Stamm verzieht keine Miene
Am Ende passte auch die Musik, nach so einem Triumph kann die auch ruhig mal ein bisschen frech und witzig sein. Einzig Thomas Stamm freute sich wohl mehr nach innen, saß mit fast schon versteinerter Miene auf der Pressekonferenz. „Die Leute sollen sich freuen. Viele denken jetzt, dass das Ding schon durch ist. Aber wir haben es noch nicht geschafft“, mahnt der Schweizer.
Stamm weiter: „Es sind noch vier Spiele und die Punkte, die wir haben, reichen noch nicht. Freude gern heute und morgen, aber dann schnell den Fokus auf ein sehr, sehr, sehr wichtiges Spiel am Freitag in Düsseldorf…“