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Leipzig – Nach der Alkoholfahrt von Katja Krasavice (29) steht jetzt fest, was die bekannte Rapperin zahlen muss. Der Strafbefehl des Amtsgerichts Leipzig ist rechtskräftig – auch an der saftigen Geldstrafe gibt es jetzt nichts mehr zu rütteln. Die gebürtige Tschechin war vor elf Monaten mit einem weißen BMW 740d xDrive gegen 3.20 Uhr durch Leipzig gebrettert – zu schnell und betrunken. Eine Polizeistreife stoppte die Rapperin, die zuvor schon geblitzt worden war.
Justiz forderte anfangs rund 160.000 Euro Geldstrafe
Bei der Kontrolle wurde 1,28 Promille festgestellt: absolute Fahruntüchtigkeit, der Führerschein wurde einkassiert. Wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr erließ das Amtsgericht Leipzig im Oktober 2025 einen Strafbefehl. Nach BILD-Informationen verhängte die Justiz eine zehnmonatige Führerscheinsperre und rund 160.000 Euro Geldstrafe.
Nach BILD-Informationen hatte man anfangs für die Höhe der angesetzten Geldstrafe, die sich aus Tagessätzen berechnet, öffentliche Aussagen der Rapperin herangezogen. Krasavice sprach im Magazin GQ Hype über ihre Anhänger auf der Plattform OnlyFans: „Ich hab letztens von einer einzigen Person eine Viertelmillion Euro geschenkt bekommen.“

Auf ihrer Suff-Fahrt war Katja Krasavice (bürgerlich: Katrin Vogel) in Leipzig auch noch geblitzt worden – mit 67 statt erlaubter 50 km/h. Die Ordnungswidrigkeit war nicht Teil des Strafbefehls
Foto: Anika Dollmeyer
Einnahmen geprüft, Strafe halbiert
Doch die verhängte Geldstrafe wollte die Rapperin nicht zahlen. Die Führerscheinsperre und die Trunkenheit am Steuer hatte die Rapperin dagegen akzeptiert. Das Amtsgericht Leipzig forderte daraufhin von Krasavice Einkommensnachweise zur Prüfung.
Wie BILD erfuhr, muss sie nun 50 Tagessätze über 1478 Euro zahlen. Macht zusammen: 73.900 Euro. Der zu zahlende Betrag wurde damit um mehr als die Hälfte reduziert. „Die Tagessatzhöhe bezieht sich auf das Einkommen, geprüft anhand der Einkommensnachweise“, stellt Gerichtssprecher Alexander Länge (40) klar. „Der Strafbefehl ist rechtskräftig.“ Die Geldstrafe fließt jetzt in die Staatskasse des Freistaats Sachsen.
Vom YouTube-Star zur Chart-Stürmerin
Die 1996 in Teplitz (Tschechien) geborene Katrin Vogel (bürgerlicher Name) war als Baby mit ihrer Mutter und drei Halbgeschwistern nach Deutschland gekommen. 2014 wurde sie mit ihrem YouTube-Kanal unter dem Künstlernamen Katja Krasavice bekannt. Heute ist sie Influencerin und eine erfolgreiche Rapperin. Ihre Hits wie „Reiche Tante“ und „Multimillionär“ drehen sich um Statussymbole und Geld. Mehrere ihrer Alben und Singles erreichten Platz 1 der Charts. Sie saß auch in der Jury der RTL-Castingshow DSDS „Deutschland sucht den Superstar“ neben Dieter Bohlen (72).

Verarbeitet ihre Erlebnisse scheinbar in ihren Hits: Im Musikvideo „Multimillionär“ lässt sich Krasavice von einem Polizisten abführen
Foto: Katja Krasavice/Instagram
Zweites Verfahren läuft noch
In einem TikTok-Video nach der Alkoholfahrt erhob Krasavice Anschuldigungen gegen die Leipziger Polizei. Demnach soll einer der Polizisten ihr eine private Sprachnachricht geschickt haben. Angeblich wollte sich der Mann privat mit ihr treffen und über den Fall reden. Die Leipziger Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen eines möglichen Datenschutzverstoßes ein. Jedoch konnte kein Beamter ermittelt werden. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung, das Verfahren läuft noch. Im Oktober waren die Wohnung von Krasavice in Berlin und die Wohnung ihrer Mutter in Leipzig durchsucht worden.