Ihre Stimme ist einzigartig: schrill, rau und dabei ziemlich schön!
Die Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Nina Hagen prägte mit ihrem Punkstil die 70er- und 80er-Jahre. Man sagt über sie, sie sei die „Godmother of Punk“. Auch wenn sie inzwischen Oma ist, ihr schrilles Make-up, die meist schwarzen Outfits und ihr irrer Glaube an Ufos machen sie noch immer zu einem Gesamtkunstwerk.
Hier lesen Sie alles über die außergewöhnliche Karriere und das Leben der Punk-Rock-Diva Nina Hagen.
Der Steckbrief von Nina Hagen
Name: Catharina „Nina“ Hagen
Beruf: Sängerin, Schauspielerin
Geburtstag: 11.03.1955 in Berlin
Familienstand: geschieden
Kinder: Tochter Cosma Shiva, Sohn Otis
Instagram: ninahagen_official
Herkunft und Werdegang von Nina Hagen
Nina Hagen ist Tochter der Schauspielerin Eva-Maria Hagen (1934-2022) und des Drehbuchautors Hans Oliva-Hagen († 1992). Sie wurde im Ost-Berliner Bezirk Friedrichshain geboren. Ihr Stiefvater ist der Sänger Wolf Biermann (* 1936).
In der DDR wollte Nina Hagen Schauspielerin werden, doch die Schauspielschule lehnte sie ab. Auch ohne Ausbildung spielte Nina Hagen in einigen Defa-Filmen mit.

Liedermacher Wolf Biermann, die Sängerin und Schauspielerin Eva-Maria Hagen und Tochter Nina Hagen 1988 bei einer Informations- und Solidaritätsveranstaltung für ausgewiesene DDR-Bürgerrechtler.
Foto: picture-alliance / dpa
Als Teenager sang Nina Hagen im Reinhard-Lakomy-Chor und in einigen Bands in Polen. 1974 machte sie eine einjährige Gesangsausbildung am Zentralen Studio für Unterhaltungskunst als staatlich geprüfte Schlagersängerin. Hagen wurde von der Gruppe Automobil entdeckt und engagiert.
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1976 wurde Nina Hagens Ziehvater Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert. Nina Hagen solidarisierte sich mit ihm. Das brachte auch sie ins politische und berufliche Abseits. Am 28. Dezember 1976 ging sie, gemeinsam mit ihrer Mutter, ebenfalls in den Westen.
- Zunächst war sie Großbritannien in der Punkszene unterwegs, kam dann aber zurück nach Deutschland. 1977 gründete sie die Nina Hagen Band (Später „Spliff“). 1979 erschien das erste Abum: „Unbehagen“
- Anfang der 80er-Jahre ging Hagen in den USA und in die Niederlande. 1986 war die Punk-Rock-Diva, häufig eingekleidet von Designer Jean Paul Gaultier, wieder häufiger in Deutschland.
- Immer wieder machte Hagen hier TV-Schlagzeilen mit schrägen Talk-Show-Auftritten, in denen sie krude Theorien über Religion und Weltanschauung äußerte. So sprach und stritt sie besonders gerne über Ufos und Aliens.
Was nicht jeder weiß: In den 1970erJahren sorgte Nina Hagen mit einem TV-Auftritt bei „3 nach neun“ für einen handfesten Skandal und Empörung bei den Zuschauern: Sie gab anschaulich eine Anleitung zur weiblichen Masturbation.
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- 2010 veröffentlichte Nina Hagen ihre Autobiografie „Bekenntnisse“.
- Auch als Schauspielerin wurde Nina Hagen bekannt. So war sie in „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ (2004), “7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“ (2006) und „Der 7bte Zwerg“ (2014) zu sehen.
Die Alben von Nina Hagen (Auswahl)
Mehr zum ThemaDie Filme mit Nina Hagen

Die Familie: Nina Hagen mit Mutter Eva Maria Hagen (m), Freund Frank Chevallier, Tochter Cosma Shiva und Sohn Otis in Hamburg 1992
Foto: ullstein bild
Das Privatleben von Nina Hagen
- 1979 war Nina Hagen mit dem Musiker Herman Brood liiert.
- 1981 brachte sie ihre Tochter Cosma Shiva zur Welt. Deren Vater ist der 1988 verstorbene niederländische Gitarrist Ferdinand Karmelk.
- 1987 gab es eine „Punkhochzeit“ auf Ibiza mit dem Musiker Iroquois aus der Londoner Hausbesetzerszene. Die Ehe dauerte aber nur eine Woche.
- Ab 1989 war Nina Hagen mit dem Franzosen Franck Chevalier zusammen. Er ist der Vater von Sohn Otis.
- 1996 heiratete sie David Lynn und trennte sich vier Jahre später wieder.
- 2004 kam die einjährige Ehe mit dem dänischen Sänger Lucas Alexander Breinholm.
- Von 2005 bis 2010 war Hagen mit einem Physiotherapeuten aus Kanada zusammen.
- Nina Hagen ist seit 1982 Vegetarierin und seit 2009 evangelisch-reformiert getauft.
- Ende Oktober 2022 wurde bekannt, dass Sohn Otis Nina Hagen erstmals zur Oma gemacht hat.