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„Er macht einfach einen guten Job“, sagt Köln-Boss Thomas Kessler (40) über seinen neuen Chef- und „Noch-Interims“-Trainer René Wagner (37). Der Kwasniok-Nachfolger marschiert derzeit ungeschlagen Richtung Rettung, hat in seinen bislang drei Spielen die Kurve gekriegt und den FC wieder in die Spur gebracht. BILD nennt die Zahlen dahinter.
Der Blick auf die erste „Wagner-Tabelle“ beeindruckt. Mit 5 Punkten aus den Spielen in Frankfurt (2:2), gegen Bremen (3:1) und bei St. Pauli (1:1) steht der FC in der Tabelle der letzten drei Spieltage auf Platz 5 und damit vor Top-Klubs wie Stuttgart (11.) oder Dortmund (12.). Wichtiger aber für Kölns Rettungs-Mission: Alle Keller-Klubs holten im gleichen Zeitraum weniger Punkte und verschlechterten ihr Torverhältnis!
Die Wagner-Tabelle
Nur Bayern zuletzt mit mehr Chancen
Was macht Wagner anders als Vorgänger Lukas Kwasniok (44)? Er kommuniziert nicht nur mehr mit den Profis und hat ihnen durch die vielen Einzelgespräche den Spaß und das Vertrauen zurückgegeben. Wagner hat auch den Fußball im Endspurt verändert, legt Wert darauf, dass deutlich weniger Wild-West-Spektakel zu sehen ist und dafür mehr Stabilität vorherrscht. Trotzdem ist die Offensiv-Wucht unter Kölns neuem Chef-Trainer größer als zuvor – auch, weil er die Ausrichtung allein dadurch verändert hat, dass er El Mala als 2. Spitze ranlässt und ihm wesentlich mehr Freiheiten gönnt, als sein Vorgänger.
In den drei Wagner-Spielen hatte der FC einen xGoals-Wert (zu erwartende Tore aufgrund der Chancen) von 8,8 erreicht – nur die Bayern haben sich im gleichen Zeitraum mehr Chancen erspielt. Bemerkenswert: Wagners Wert ist mehr als doppelt so hoch, wie der von Kwasniok in seinen letzten drei Spielen. Köln kommt in Wagners Spielen auf insgesamt 8 Großchancen und 50 Torschüsse – in den drei Partien zuvor waren es nur 2 Großchancen und 32 Torschüsse. Dazu erzielte der FC unter Wagner schon 3 Tore nach gegnerischen Ballverlusten – das Pressing funktioniert also deutlich besser als in den letzten 3 Kwasniok-Partien (0 Tore nach Ballverlusten).

Die FC-Profis vertrauen ihrem neuen Trainer und haben wieder Spaß am Fußball
Foto: picture alliance/SVEN SIMON
Mehr Kilometer – weniger Zweikämpfe
Weitere Auffälligkeit beim Vergleich der drei Wagner-Spieltage mit den letzten drei Kwasniok-Spielen: Köln absolvierte zwar weniger Zweikämpfe (464:605) rennt dafür aber mehr unter dem neuen Trainer. Gegen Frankfurt, Werder und St. Pauli absolvierten die FC-Profis insgesamt rund 6 Kilometer 36 Sprints mehr als zuvor unter Kwasniok.
Fakt: Kölns Coach hat die Mannschaft neu motiviert und angezündet und ihr offensichtlich genau den Schub verpasst, der für den Klassenerhalt nötig ist. Kessler: „Das sind die Kleinigkeiten, die ich mir von dem Trainerwechsel erhofft hatte. René hat es geschafft, dass die Jungs die Intensität noch mal ein Stück angezogen haben. Er arbeitet sehr, sehr akribisch.“