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Die C-Klasse ist eines der wichtigsten Modelle von Mercedes. Sie bringt Stückzahlen – und den Stern in großer Zahl auf die Straße. Umso größer ist die Bedeutung des nächsten Schritts: Die Stuttgarter bieten die Limousine nun erstmals vollelektrisch an. Zur Präsentation kommt sogar Konzernchef Ola Källenius persönlich. Der CEO wirkt zufrieden. „Eine C-Klasse muss sportlich sein, aber gleichzeitig souverän. Mit Luftfederung, Hinterachslenkung und dem langen Radstand fühlt sich das Auto fast wie eine Klasse darüber an.“
Vieles erinnert an den elektrischen GLC, der erst vor Kurzem Premiere gefeiert hat. Wie das SUV, setzt auch die neue C-Klasse auf viel Komfort, eine breite Bildschirmlandschaft und einen aufwendig inszenierten Innenraum. Besonders auffällig ist der MBUX Hyperscreen, der sich wie im GLC fast über die gesamte Breite des Cockpits erstreckt.

Der Hyperscreen dominiert das Cockpit, trotzdem gibt es für wichtige Funktionen wieder Knöpfe
Foto: Mercedes-Benz AG – Communicati
Viel Wert auf einfache Bedienung gelegt
Bei der Bedienung will Mercedes nach eigener Aussage nachgebessert haben. Denn große Displays beeindrucken nur dann, wenn sie im Alltag nicht kompliziert werden. Konzernchef Ola Källenius erklärt dazu: „Es gab viele Kundenstudien. Und das Ergebnis sieht man jetzt: Wir haben viel Wert auf einfache Bedienung gelegt. Wichtige Elemente lassen sich mit physischen, optisch ansprechenden Knöpfen bedienen, wie zum Beispiel die Lautstärke mit Walze.“ Hinzu kommen ein großes Panoramadach, neue Komfortsitze und Ambientebeleuchtung.

Das Panoramadach mit Sternenhimmel wird auf Knopfdruck transparent oder blickdicht – auch partiell
Foto: Mercedes-Benz AG – Communicati
Keine halben Sachen
Klar ist auch: Mercedes will bei der Elektro-C-Klasse keine halbe Sache machen. Das Auto soll die klassischen Tugenden der Baureihe bewahren und sie mit moderner E-Technik verbinden. Die neue Stromer-C-Klasse soll nicht als Exot gelten, sondern als vollwertige Alternative zur bekannten Limousine. Das macht Källenius auch beim Preis deutlich: „Wir bewegen uns auf dem Niveau vergleichbarer Verbrenner. Das Topmodell wird unter 70.000 Euro liegen.“ Und für die Sportfraktion hat der Konzernchef gleich noch einen kleinen Appetizer parat: „Es wird auch etwas von AMG geben. Mehr verrate ich an dieser Stelle aber noch nicht.“

Ola Källenius erklärt die neue Zero-Layer-Logik: „Sie stellt die wichtigsten Funktionen auf dem Infotainmentscreen direkt in den Vordergrund: Navigation, Kommunikation, Klimatisierung und Entertainment.“
Foto: Mercedes
Die Verbrenner-C-Klasse liegt aber nicht auf Eis, wie Källenius bestätigt. Im Gegenteil: Im Laufe des Jahres wird auch sie überarbeitet. Alle Antriebe sollen Euro-7-ready sein (erfüllen die neue Abgasnorm), darunter auch ein Plug-in-Hybrid mit mehr als 100 Kilometern elektrischer Reichweite. Mercedes fährt also zweigleisig: elektrisch für die Zukunft, modernisierte Verbrenner für die Kunden von heute. Die elektrische C-Klasse läuft damit nicht gegen die bekannte Baureihe, sondern zunächst neben ihr.