In Gütersloh wurden sechs beschädigte Stolpersteine am Veerhoffhaus ersetzt und nun an ihrem ursprünglichen Standort verlegt. Die Stadtverwaltung berichtet, dass die Erneuerung nach einer längeren Herstellungszeit durchgeführt wurde. Nun sind diese wichtigen Erinnerungszeichen wieder unversehrt im Stadtbild zu sehen.
Bürgermeister verurteilt Vandalismus
Bürgermeister Matthias Trepper äußerte sich besorgt über den Vorfall. Er betonte die Bedeutung der Stolpersteine als sichtbare Zeichen des Gedenkens und verurteilte den Vandalismus scharf. Antisemitismus solle in Gütersloh keinen Platz haben, sagte er.
Pionierprojekt zur Erinnerung an den Holocaust
Die betroffenen Stolpersteine erinnern an jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Gütersloh, die Opfer des Holocaust wurden. Im Stadtgebiet sind insgesamt 44 dieser Gedenksteine verlegt. Die Deportationen der betroffenen Menschen begannen laut der Stadtverwaltung 1941.
Engagement des Künstlers und der Stadt
Der Kölner Künstler Gunter Demnig initiierte 2005 die Verlegung der Stolpersteine in Gütersloh. Heute gibt es 16 Standorte mit Stolpersteinen in der Stadt. Er setzte sich gemeinsam mit der Stiftung „Spuren – Gunter Demnig“ für den Ersatz der Steine ein. Die Fertigung in Handarbeit erklärte die Verzögerung der Ersatzlieferung.
Weitere Informationen
Mehr Details zur jüdischen Geschichte in Gütersloh und zu den Stolpersteinen bietet die Broschüre „Ihr Name lebt weiter“. Diese und weitere Informationen sind auf der Website der Stadt Gütersloh unter www.stolpersteine.guetersloh.de verfügbar.