Newsblog zum Krieg in Nahost

Trump will verhandeln – Iran reagiert überraschend

Aktualisiert am 21.04.2026 – 03:31 UhrLesedauer: 27 Min.

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Donald Trump (Archivbild): Er droht dem Iran erneut. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa/dpa-bilder)

Donald Trump entsendet JD Vance zu Verhandlungen nach Pakistan. In einem Interview spricht er erneut eine deutliche Warnung aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Im Falle einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges stehen Teheran dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf zufolge „neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld“ zur Verfügung. „In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen“, erklärte Ghalibaf, der iranische Chefunterhändler in den Gesprächen mit Washington, am Montag im Onlinedienst X. Er bekräftigte zudem, Teheran akzeptiere „keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen“.

Zwei Tage vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg herrschte zunächst weiter Ungewissheit über die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums „noch keine Entscheidung“ über eine Teilnahme an Gesprächen mit den USA in Pakistan getroffen. Eine US-Delegation unter der Leitung von Vizepräsident JD Vance wurde derweil in Islamabad erwartet.

US-Präsident Donald Trump sagte, eine Verlängerung der Waffenruhe sei „höchst unwahrscheinlich“. Er drohte dem Iran erneut mit massiven Angriffen, falls die Feuerpause ohne neue Einigung ausläuft.

Während die US-Regierung unter Donald Trump sichtbar bemüht ist, ein Friedensabkommen im Konflikt mit dem Iran zu erzielen, reagieren die Mullahs in Teheran auf ihre Weise. So hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi den USA am Montag neue Vorwürfe gemacht. „Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses“, sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen. „Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden.“

Explizit auschschließen wollte Araghtschi eine neue Verhandlungsrunde mit den USA aber nicht. Irans Außenamtssprecher hatte zuvor bei einer Pressekonferenz in Teheran gesagt, sein Land habe noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, so der Sprecher. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar appellierte unterdessen an Araghtschi, den Dialog schnellstmöglich fortzusetzen, um Frieden sowie Stabilität in der Region zu fördern, wie das pakistanische Außenministerium auf der Plattform X zu dem Telefonat mitteilte.