Kein Strom, kein Notruf, kein Internet

Stadt in Franken probt Blackout mit 900 Einsatzkräfte

21.04.2026 – 04:05 UhrLesedauer: 1 Min.

Leuchttafel mit der Aufschrift Blackout (Symbolbild): Nürnberg probt am Samstag den Ernstfall.Vergrößern des Bildes

Leuchttafel mit der Aufschrift Blackout (Symbolbild): Nürnberg probt am Samstag den Ernstfall. (Quelle: IMAGO / Christian Ohde/imago)

Nürnberg probt am Samstag den Blackout – mit 900 Beteiligten und einem Plan, der selbst Nottrauungen möglich macht. Auch der Flughafen ist betroffen.

Rund 900 Einsatzkräfte werden am Samstag in Nürnberg den totalen Stromausfall üben – von einzelnen ausgefallenen Stadtteilen bis zum kompletten Blackout. Es ist die größte Übung dieser Art seit sechs Jahren, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Nürnberg.

Getestet werden soll ein Netz aus 43 Anlaufpunkten, die im echten Fall mit Notstrom betrieben würden. Wer beim Blackout nicht mehr weiß, wohin, soll dort Hilfe holen, einen Notruf absetzen oder erfahren können, was gerade passiert. Betrieben werden die Stellen von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen und auch fünf Kirchengemeinden machen mit. Stromausfälle wie zuletzt in Berlin im Januar 2026 zeigen, wie relevant dieses Thema sein kann, schreibt die Stadt.

Parallel öffnen Anlaufstellen der Stadtverwaltung, die auch ohne Strom weiterarbeiten: für Nottrauungen, Todesfallmeldungen oder dringende Fragen zum Kinderschutz. Fachleute für psychologische Ersthilfe sind ebenfalls im Einsatz.

Geprobt wird auch die Kommunikation: Wenn Telefon und Funk ausfallen, sollen Digitalfunk und im Notfall Fahrradkuriere die Nachrichtenübermittlung sichern. Am Flughafen wird zwischen 9.30 und 12.30 Uhr ein Teil der Ankunftshalle für die Übung genutzt; der Flugbetrieb soll normal weiterlaufen, heißt es.

Am Nachmittag kommen alle Beteiligten mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und der Stadtspitze in der Bertolt-Brecht-Schule zusammen, um auszuwerten, was funktioniert hat. Und was nicht.