Wohnungen, Dachgärten, Gastronomie: Das heruntergekommene Einkaufszentrum in Steilshoop steht vor einer großen Neugestaltung. Doch lange Zeit passierte – nichts. Jetzt wurde ein neuer Meilenstein für das „Ekel-EKZ“ erreicht.

Schimmel, Taubenkot, klapprige Fahrstühle: Viele Jahre lang ließ der ehemalige Eigentümer das Einkaufszentrum an der Gründgensstraße und die darüber liegenden Wohnungen verfallen. Mit einer neuen Eigentümerin, der Firma WHM Central Park am Bramfelder See, entstanden auch Sanierungspläne für das Gebäude. Das Projekt war jedoch in der Vergangenheit mehrfach ins Stocken geraten. Für den Umbau sollte ein sogenannter Sanierungsvertrag zwischen der Stadt und dem Eigentümer bis Ende 2024 geschlossen werden. Wie die Finanzbehörde am Montag mitteilte, ist dies nun endlich geschehen – ein wichtiger Meilenstein, so Finanzsenator Andreas Dressel.

Bezirksamtsleiter: „Aufwertung des Lebensumfeldes“

„Seit langem ist es gemeinsames Anliegen von Senat und Bezirk, für das heruntergekommene Einkaufszentrum Steilshoop endlich eine Entwicklungsperspektive zu schaffen“, so der SPD-Politiker. „Pünktlich zur Einweihung der U5 Anfang der 30er Jahre soll Steilshoop damit nicht nur die lange versprochene U-Bahn-Anbindung, sondern endlich auch ein würdiges und wertiges Zentrum mit attraktiven Nahversorgungsangeboten erhalten – wozu ausdrücklich auch dringend benötigte medizinische Angebote gehören.“

Auch Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter für den Bezirk Wandsbek, betont: „Die Neugestaltung des Einkaufszentrums bedeutet am Ende nicht nur neuen Wohnraum und bessere Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch eine Aufwertung des Lebensumfeldes der Menschen in Steilshoop insgesamt.“

Erste Realisierungsphase kann beginnen

Mit dem Abschluss der Sanierungsvereinbarung sei eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der ambitionierten Wettbewerbsergebnisse geschaffen, teilte die Finanzbehörde mit. Einzelhandel und Gastronomie, 350 Wohnungen, Dachgärten und grüne Innenhöfe – das alles sieht der Siegerentwurf des Schweizer Architektenbüros EMI vor.

So sieht der Gewinnerentwurf des Schweizer Architekturbüros EMI für das neue Einkaufszentrum in Hamburg-Steilshoop aus. EMI

So sieht der Gewinnerentwurf des Schweizer Architekturbüros EMI für das neue Einkaufszentrum in Hamburg-Steilshoop aus.So sieht der Gewinnerentwurf des Schweizer Architekturbüros EMI für das neue Einkaufszentrum in Hamburg-Steilshoop aus.

Gestartet werden soll mit der Sanierung und dem Umbau des sogenannten Ärztehauses südlich der Gründgensstraße. Künftig soll hier ein Wohngebäude mit bis zu 80 Wohnungen entstehen. Der entsprechende Bauantrag sei bereits gestellt worden.

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Ist das noch laufende Bebauungsplanverfahren abgeschlossen, soll es im Jahr 2028 dann mit dem Teilrückbau sowie Um- und Neubau des Einkaufszentrums am Schreyerring weitergehen. „Das Ziel ist, das neue Zentrum von Steilshoop mit einem bedarfsgerechten Nahversorgungsangebot, neuem Wohnraum, neu gestalteten Freiflächen sowie einem Anschluss an die neue U5 bis zum Jahr 2033 fertigzustellen“, heißt es in einer Mitteilung. (mwi)