Stand: 21.04.2026 05:22 Uhr

Ob Hafenarbeiter, Maschinist oder Polizist: Im Ledigenheim in der Hamburger Neustadt leben mehr als 100 Männer in einfachen Zimmern und mit Gemeinschaftsduschen. Jetzt hat die Sanierung begonnen – nach jahrzehntelangem Verfall.

Manche Männer leben hier schon seit den 1950er-Jahren, sagt Jade Jacobs von der Stiftung Ros. Mit öffentlicher Förderung und privaten Spendern hat sie es geschafft, das Ledigenheim vor dem Aus zu retten – zum Teil gegen erbitterten Widerstand. „Man hat versucht, uns zu bestechen, man hat uns auch mit dem Leben bedroht, dass wir hier weggehen sollen, wir haben Übernahme-Versuche erlitten, aber auch so krass viel Unterstützung, dass wir durchgehalten haben und durchhalten konnten“, so Jacobs.

Dach und Zimmer sollen saniert werden

In den nächsten Monaten sollen unter anderem das Dach und die mehr als 100 Zimmer des Ledigenheims saniert und ein Fahrstuhl eingebaut werden. Das Ziel ist, dass es auch in Zukunft dauerhaft günstige Zimmer mit Gemeinschaftseinrichtungen für alleinstehende Männer bereithält. Das Ledigenheim in der Hamburger Neustadt ist eines von nur zwei Einrichtungen dieser Art in Deutschland.