Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj rügt Witkoff und Kushner

Aktualisiert am 21.04.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 5 Min.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj: Am Donnerstag gibt es neue Gespräche zwischen einem ukrainischen Unterhändler mit den US-Gesandten Witkoff und Kushner.Vergrößern des Bildes

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist unzufrieden mit der US-Vermittlerrolle. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Javad Parsa)

Die Ukraine rechnet mit der US-Verhandlungsstrategie ab. In Bulgarien gewinnt ein Kreml-Vertrauter die Wahl. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner fehlenden Respekt vor der Ukraine vorgeworfen. „Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen“, sagte der Staatschef in einem Interview für das staatliche Nachrichtenprogramm.

Er verstehe zwar die Schwierigkeiten bei der Anreise in das Kriegsland, doch würden auch andere nach Kiew reisen. Mit Blick auf einen solchen Besuch vor Ort sagte Selenskyj: „Das brauchen nicht wir, sondern sie.“ Zugleich hob er hervor, dass für ihn das Resultat und nicht der Ort der Gespräche entscheidend sei.

Selenskyj lehnte erneut einen von Russland geforderten Abzug aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk ab. „Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage“, sagte der Staatschef. Ohne die Befestigungsanlagen und die ausgebaute Verteidigungslinie würde die Ukraine schwächer werden. Ein angeordneter Rückzug würde auch die ukrainische Armee moralisch schwächen. Für Selenskyj sei ein Kriegsende am schnellsten über einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie erreichbar.

Russische Truppen haben nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow in diesem Jahr bislang 1.700 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet eingenommen. Die Streitkräfte rückten in alle Richtungen vor, sagte der General im Staatsfernsehen.

Das Gebiet rund um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist heftig umkämpft. „Allein in den vergangenen 24 Stunden gab es brutale Angriffe auf Dnipro, Tscherkassy, Charkiw, Krywyj Rih, Tschernihiw, die Region Donezk und Saporischschja“, postete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj noch in der Vorwoche.

Nun überrascht ein Video des einflussreichen russischen Militärbloggers „Rybar“. Demnach habe sich die Lage an der Front rund um Saporischschja aus russischer Sicht „weiterhin verschlechtert“. Mehr dazu lesen Sie hier.

Russland hat den Sieg von Ex-Präsident Rumen Radew bei der Parlamentswahl in Bulgarien begrüßt. „Natürlich imponieren uns die Äußerungen von Herrn Radew, der bei der Wahl gesiegt hat, und von einigen anderen europäischen Führern über die Bereitschaft, Probleme auf dem Weg eines pragmatischen Dialogs zu lösen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. „Wir begrüßen das.“