Der emeritierte Bischof Walter Mixa vollendet am Samstag, 25. April, sein 85. Lebensjahr. Mixa stand von 1996 bis 2005 an der Spitze des Bistums Eichstätt und leitete anschließend bis 2010 die Diözese Augsburg. Zudem war er von 2000 bis 2010 Katholischer Militärbischof für die Bundeswehr.
Walter Mixa wurde 1941 im oberschlesischen Königshütte geboren. Nach der Flucht mit seiner Familie wuchs er in Heidenheim an der Brenz auf. Er studierte Philosophie und Theologie in Dillingen und Fribourg (Schweiz) und wurde 1970 zum Priester für die Diözese Augsburg geweiht. Nach Tätigkeiten in Wissenschaft und Seelsorge wurde Walter Mixa 1975 Stadtpfarrer von Schrobenhausen und Regionaldekan. Seine Arbeit dort wurde unter anderem mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt gewürdigt.
Mixa förderte die Seelsorge in Eichstätt
1996 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Eichstätt. Während seiner Amtszeit setzte er pastorale und strukturelle Impulse, etwa durch die Bildung von Seelsorgeeinheiten, die Gründung des Collegium Orientale sowie die Errichtung des Zentralinstituts für Ehe und Familie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Als Magnus Cancellarius förderte er das Profil der Universität.
Bischof Mixa weiht Gregor Maria Hanke in Eichstätt
Mixa war der 80. Nachfolger Willibalds auf dem Eichstätter Bischofsstuhl. Er galt als volksnaher Bischof, dem die Seelsorge „nah an den Menschen“ ein zentrales Anliegen war. Mixa suchte den persönlichen Kontakt zu Gläubigen, engagierte sich besonders in der Jugendpastoral und setzte sich für Ehe, Familie und den Schutz des menschlichen Lebens ein.
Mit seiner Ernennung zum Bischof von Augsburg im Jahr 2005 kehrte er in seine Heimatdiözese zurück. Sein dortiges Wirken endete 2010 mit seinem Rücktritt nach öffentlichen Skandalen um Missbrauchsvorwürfe. Seinen Ruhestand verbringt Walter Mixa im Kaisheimer Gemeindeteil Gunzenheim. (AZ)
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86687 Kaisheim
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